Ein riesiges Risiko für unsere Versorgung und Sicherheit! Tausende Betriebe, die für unser tägliches Leben entscheidend sind, missachten eine wichtige Vorschrift. Im Notfall könnte das katastrophale Auswirkungen haben.
Deutschlands Schutzschild löchrigTausende Firmen ignorieren Cyber-Pflicht – droht der Kollaps?

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Unternehmen im Luftverkehr fallen unter die Regulierung NIS-2. (Archivbild)
Es ist ein schockierendes Ergebnis, das eine erhebliche Bedrohung für die Bundesrepublik aufzeigt. Weniger als jede sechste Firma von Bedeutung für die Allgemeinheit hat ihre Anmeldepflicht beim Bundesamt für IT-Sicherheit (BSI) erfüllt. Diese Information stammt aus der Beantwortung einer Anfrage der Grünen-Fraktion im Parlament, wie die dpa meldet.
Im Detail bedeutet das: Von ungefähr 29.500 Betrieben und Einrichtungen, die in kritischen Infrastruktur-Sektoren arbeiten, haben sich gerade einmal 4.856 angemeldet. Eine erschreckend niedrige Zahl.
Alarmstufe Rot: Firmen nicht auf den Notfall vorbereitet
Diese Anmelde-Vorschrift ist ein Bestandteil der NIS-2-Verordnung der EU. Die Logik dahinter ist simpel, aber existenziell: Firmen, die für die Gesellschaft eine zentrale Rolle spielen, sind zu einem besseren Schutz vor IT-Pannen und Hacker-Angriffen verpflichtet. Das gilt für Stromanbieter, Kliniken oder den Nahverkehr. Zu den Auflagen zählen Schulungen für die Belegschaft sowie die besagte Anmeldung beim BSI.
Bei dieser Anmeldung müssen die Betriebe ihre Basisdaten und Kontaktdetails übermitteln. Der Zweck ist einfach erklärt: Wenn eine frische, gefährliche Schwachstelle im System auftaucht oder ein massiver Cyber-Angriff bevorsteht, muss das BSI umgehend die zuständigen Personen kontaktieren und alarmieren können.
Wer die Frist verpennt, muss zahlen: Diese Strafen drohen
Betriebe, die den Stichtag verpassen, handeln ordnungswidrig. Dem Bericht zufolge kann das BSI dann Zwangsgelder verhängen, um die Anmeldung durchzusetzen. Parallel dazu sind auch Bußgelder möglich. In besonders schweren Fällen darf die Bonner Behörde sogar intensive Überprüfungen des kompletten Sicherheitskonzepts anordnen.
Grünen-Abgeordnete findet klare Worte
Die Bundestagsabgeordnete der Grünen, Jeanne Dillschneider, kritisiert diese Ignoranz scharf: „Die Antwort der Bundesregierung zum niedrigen Stand der Registrierungen ist ein Armutszeugnis.“ Sie mahnt eindringlich: „Wenn sich nur ein Bruchteil registriert, wurde der Ernst der Lage noch immer nicht erkannt. Und das, während die Bedrohungslage wächst und wir täglich Cyberangriffe erleben.“
Diese Zahlen offenbaren eine alarmierende Schwachstelle im digitalen Abwehrsystem Deutschlands gegen Kriminelle im Netz – eine Schwachstelle, die am Ende uns alle betreffen kann. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

