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Endspurt auf der SchieneStrecke nach Holland dicht – Pendler müssen auf Busse umsteigen

Halbzeit der Bauphase der Bahnstrecke Oberhausen-Emmerich

Copyright: Christoph Reichwein/dpa

1,5 Meter höher wurde die Bahn-Brücke über den Wesel-Datteln-Kanal gebaut - das hat weitreichende Auswirkungen. (Archivbild)

Stillstand auf der Schiene! Zwischen dem Ruhrgebiet und den Niederlanden ist die Strecke dicht.

Nach 1,5 Jahren Dauerbaustelle müssen Bahnfahrer zwischen dem Ruhrpott und Holland jetzt noch einmal Nerven aus Stahl beweisen: Die Strecke, die Oberhausen mit Emmerich verbindet, steht bis zum 18. Mai komplett still. Berufspendler müssen auf Busse ausweichen und auch bedeutende Industriebetriebe sind in den kommenden vier Wochen erneut von der Schienenanbindung getrennt.

Für die Deutsche Bahn ist dies der finale Kraftakt bei ihrem aktuell größten Bauvorhaben in Nordrhein-Westfalen. Denn nach dem 18. Mai ist der Spuk vorbei! Dann sollen alle Züge im Nah- und Fernverkehr seit über anderthalb Jahren erstmals wieder fahrplanmäßig rollen. Ein Teilstück wird sogar dreigleisig, damit sich Züge des Regional-, Fern- und Güterverkehrs nicht mehr in die Quere kommen.

Ein Vorzeigeprojekt mit harten Folgen

Die rund 73 Kilometer lange Trasse ist ein Kernstück des europäischen Güterkorridors, der Rotterdam mit Genua verbindet – ein echtes Vorzeigeprojekt der Verkehrspolitik in Europa. Wegen der Bauarbeiten war die Verbindung seit November 2024 immer wieder entweder komplett dicht oder nur auf einem Gleis nutzbar.

Bis zur endgültigen Fertigstellung des Projekts wird es zwar noch etliche Jahre dauern. Laut Bahn-Angaben sind aber zunächst keine weiteren langen Komplettsperrungen mehr erforderlich, wie die dpa berichtet.

Umleitungen und Ersatzverkehr für Reisende

In den kommenden vier Wochen ist bei Reisenden am Niederrhein aber nochmals Geduld gefragt. ICE-Verbindungen aus dem Rheinland nach Holland werden umgeleitet und sind länger unterwegs. Im Nahverkehr sind die Linien RE5, RE8, RE13, RE19 und RE49 betroffen, wo Pendler mit Umwegen rechnen oder in den Schienenersatzverkehr wechseln müssen.

Einige der Ersatzbusse klappern alle Stationen entlang der Route ab. Es verkehren aber auch Expressbusse, die nur die großen Bahnhöfe Oberhausen, Wesel sowie Emmerich verbinden und sogar bis nach Arnhem in den Niederlanden weiterfahren.

Der absolute Wahnsinn: Ganze Infrastruktur wird angehoben

Eine gewaltige Aufgabe für die Ingenieur-Teams und Bauleute ist in der jetzigen Bauetappe die Überbrückung des Wesel-Datteln-Kanals. Das neue Brückenbauwerk über den Kanal wird nicht nur breiter, sondern auch 1,5 Meter höher als das alte, damit die immer größeren Frachtschiffe auf der Bundeswasserstraße darunter passieren können.

Und jetzt kommt der Hammer: Da massive Güterzüge Probleme mit großen Steigungen haben, mussten die Schienen auf mehreren Kilometern zwischen Voerde und Wesel auf das neue Höhenlevel angepasst werden. Dafür wurden auch andere Brücken, die Oberleitungen und sogar ein kompletter Bahnhof in die Höhe gehievt! (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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