Deutsche Exporte steigen leicht, doch Sorgen bleiben.
Stark trotz KriseDeutsche Exporte legen im April trotz des Iran-Kriegs zu

Copyright: Daniel Reinhardt/dpa
Die deutschen Exporteure stehen auf den Weltmärkten unter Druck. (Archivbild)
Ein kleiner Lichtblick für die deutsche Wirtschaft: Trotz des Iran-Konflikts und teurer Energie konnten die Firmen ihre Ausfuhren im April etwas anheben. Laut Statistischem Bundesamt wuchsen die Exporte gegenüber dem Vormonat um 0,9 Prozent.
Im Vergleich zum April des Vorjahres (2025) fiel der Zuwachs mit 3,6 Prozent sogar noch stärker aus. Insgesamt wurden Waren im Wert von 136,6 Milliarden Euro exportiert, während Güter für 122,1 Milliarden Euro nach Deutschland kamen. Der Handelsüberschuss sank dadurch geringfügig auf 14,5 Milliarden Euro.
Sorgenkind USA: Jahresbilanz trübt die Stimmung
Der wichtigste Handelspartner für Deutschland bleiben die Vereinigten Staaten. Lieferungen im Wert von 11,4 Milliarden Euro gingen dorthin. Das ist zwar ein kleines Plus von 1,8 Prozent im Vergleich zum März, doch der Blick auf das Vorjahr ist ernüchternd: Hier steht ein sattes Minus von 12,9 Prozent zu Buche.
Auch das Geschäft mit anderen großen Partnern lief nicht rund. Die Lieferungen nach China gingen um 3,5 Prozent zurück auf 5,8 Milliarden Euro. Noch deutlicher war der Einbruch bei den Exporten nach Großbritannien, die um 9,5 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro fielen. Nur der Handel mit den EU-Staaten brachte positive Zahlen und legte um 1 Prozent auf 79,1 Milliarden Euro zu.
Was bedeutet das für die Wirtschaft in NRW?
Die Daten zeigen, wie angespannt die Lage bleibt. Vor allem die Folgen des Iran-Kriegs mit seinen hohen Energiepreisen bremsen eine schnelle Erholung der deutschen Wirtschaft. Gestiegene Ölpreise machen den Warentransport teurer – das spüren auch die vielen Logistik- und Industriebetriebe hier bei uns in der Region.
Die sogenannten Wirtschaftsweisen haben ihre Wachstumsprognose für die Bundesrepublik zuletzt gesenkt. Sie erwarten für das laufende Jahr nur noch ein Mini-Wachstum von 0,5 Prozent. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
