Abo

Legende ist zurückWuppertaler Kaiserwagen nach siebenjähriger Sanierung wieder da

Der Kaiserwagen kehrt zurück

Copyright: Federico Gambarini/dpa

Der sogenannte Kaiserwagen der Wuppertaler Schwebebahn fährt in den Bahnhof Werther Brücke.

Nach 7 Jahren: Wuppertals Kaiserwagen schwebt wieder!

Sieben Jahre hat's gedauert, Millionen hat's gekostet, aber jetzt ist er wieder am Himmel über Wuppertal: Der legendäre „Kaiserwagen“ ist zurück! Ein Gänsehaut-Moment für alle Beteiligten. „Da steckt natürlich ganz viel Herzblut drin“, verrät Christian Kindinger, der Betriebsleiter der Schwebebahn. Unzählige Komponenten mussten aufwendig überholt oder detailgetreu nachgebaut werden.

Der Kaiserwagen kehrt zurück

Copyright: Federico Gambarini/dpa

Der sogenannte Kaiserwagen der Wuppertaler Schwebebahn kommt für touristische Fahrten und besondere Anlässe wie Hochzeiten zum Einsatz.

Nostalgie trifft auf Hightech

Damit ist der Wagen von 1900 wohl das weltweit betagteste Schienenfahrzeug, das mit derart fortschrittlicher Signal- und Sicherheitstechnologie ausgestattet ist. Ein krasser Gegensatz, der begeistert: Direkt neben dem originalen, runden Holz-Fahrschalter schauen die Piloten jetzt auf einen kompakten Computer-Monitor. Dort erscheint zum Beispiel die Geschwindigkeitsanzeige – Hightech aus dem 21. Jahrhundert trifft auf kaiserliches Flair.

Der Kaiserwagen kehrt zurück

Copyright: Federico Gambarini/dpa

Der sogenannte Kaiserwagen der Wuppertaler Schwebebahn steht zwischen Fahrtzeugen der aktuellen Generation in der Wagenhalle.

Bock auf eine Fahrt? So kommt ihr an Tickets

Für Wuppertal ist der Wagen ein echter Touristenmagnet. Geplant sind rund 400 Kaffee- und Spezialtouren pro Jahr. Die Tickets für die ersten Fahrten ab Juni sind schon jetzt verfügbar. Eine 65-minütige Kaffeetour inklusive Kuchen und Guides in alten Trachten schlägt für Erwachsene mit 49,50 Euro zu Buche. Und für den ganz großen Moment: Ab Januar 2027 kann man im Wagen sogar heiraten.

Der Kaiserwagen kehrt zurück

Copyright: Federico Gambarini/dpa

Christian Kindinger, Betriebsleiter der Schwebebahn, sitzt im sogenannten Kaiserwagen der Wuppertaler Schwebebahn.

Warum die Sanierung sieben Jahre verschlang

Ursprünglich war nur ein Jahr Stillstand geplant, aber dann entwickelte sich die Sanierung zu einer echten Odyssee. „Wir reden schon über ein Projekt, was sieben Jahre gedauert hat“, bestätigt Kindinger. Es brauchte frische Sicherheitssysteme, Speichenräder, Fahrgestelle und stärkere Kabel für mehr Spannung. Obendrauf kamen dann noch die Corona-Krise und ein geplatzter Deal mit einem Zulieferer, die das Vorhaben weiter verzögerten.

Der Kaiserwagen kehrt zurück

Copyright: Federico Gambarini/dpa

Fahrlehrer Lucas Schneider fährt den sogenannten Kaiserwagen der Wuppertaler Schwebebahn.

Ein Detail aus der Geschichte bringt jeden zum Staunen

Die allerersten VIP-Gäste an Bord waren Kaiser Wilhelm II. mit seiner Frau Auguste Viktoria. Das war bei einer Probefahrt am 24. Oktober 1900. Der „Kaiserwagen“, wie wir ihn heute kennen, ist aus den ursprünglichen Waggons 5 und 22 der Baureihe 1900 zusammengesetzt. Und jetzt kommt der Knaller: Es ist gar nicht sicher, ob der Kaiser damals wirklich in einem genau dieser beiden Waggons Platz genommen hat – eine historisch unbestätigte Anekdote!

Und die Pläne gehen weiter: In der künftigen Wagenhalle in Vohwinkel soll der „Kaiserwagen“ einen eigenen Bahnsteig bekommen. Gebaut wird die Halle nach der Bundesgartenschau zwischen 2032 und 2034. Der Haken an der Sache: Die Schwebebahn muss dafür wieder für 15 bis maximal 18 Monate pausieren. „Wir sind jetzt in der Planung noch relativ am Anfang“, sagt Kindinger dazu. (dpa/red)

Der Kaiserwagen kehrt zurück

Copyright: Federico Gambarini/dpa

Der Zug der ersten Baureihe 1900 ist mit einem Millionenaufwand technisch auf den neuesten Stand gebracht worden.

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Kalenderblatt

Aus dem Flieger gezerrt

IWF-Chef nach Sex-Vorwürfen in New York festgenommen