Die Natur steht Kopf: Mitten im Winter blühen die Pflanzen.
Klima-Chaos in GroßbritannienHunderte Pflanzen blühen plötzlich im Winter

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Frostige Blumen zeigen sichtbares Klimawandel-Signal.
Löwenzahn und Gänseblümchen in der kalten Jahreszeit? Das ist in Großbritannien gerade die schockierende Realität! Hunderte von einheimischen Pflanzenarten stehen dort zur völlig verkehrten Zeit in voller Blüte. Für die Wissenschaft ist dies ein alarmierendes und „sichtbares Signal“, das zeigt, wie der Klimawandel die Natur völlig aus dem Rhythmus bringt.
Eine Auswertung des britischen Wetterdienstes (Met Office) von Daten der alljährlichen „Neujahrspflanzenjagd“ enthüllt einen krassen Zusammenhang: Mit jedem Grad Celsius, das es im November und Dezember wärmer ist, blühen 2,5 Arten mehr. Im Jahr 2025 entdeckten freiwillige Beobachter unfassbare 310 blühende heimische Pflanzenarten – Experten hatten mit lediglich 10 gerechnet. Wenn man die nicht-heimischen Gewächse mitzählt, belief sich die Zahl sogar auf 646. Das berichtet „the Guardian“.
„Diese neue Analyse zeigt eine sehr klare Verbindung zwischen steigenden Temperaturen und den Auswirkungen auf unsere Pflanzenarten“, erklärte Kevin Walker von der Botanischen Gesellschaft Großbritanniens und Irlands (BSBI). „Dies ist ein weiterer Beweis dafür, dass der Klimawandel unsere Tier- und Pflanzenwelt wahllos beeinträchtigt.“
Die ersten Resultate für das Jahr 2026 untermauern diesen beängstigenden Trend. Erneut stehen alltägliche Wildblumen wie Löwenzahn und Gänseblümchen auf der Liste, aber auch gebietsfremde Pflanzen wie das Mexikanische Berufkraut sowie rote und weiße Taubnesseln. Debbie Hemming vom Met Office bezeichnete die Erkenntnisse als „greifbaren Beweis“ dafür, wie die Klimakrise die Welt direkt vor unserer Haustür verändert.
Die Belastung durch fossile Brennstoffe hat die Erde schon um durchschnittlich 1,4 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter aufgeheizt. Für Großbritannien dürfte 2025 das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gewesen sein. Die Abläufe in der Natur geraten immer stärker aus dem Gleichgewicht. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
