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Schock-Studie zum KlimaUnsere Sommer werden immer länger und brutaler

Aeltere Frau gießt Wasser in Glas

Copyright: IMAGO / epd

Aeltere Frau gießt Wasser in Glas.

Die Sommerhitze kommt gefühlt über Nacht. Eine brandneue Untersuchung enthüllt, wie extrem sich die Jahreszeiten wandeln.

Ein Gefühl, das viele teilen: Kaum ist der Frühling da, ist er auch schon wieder weg und die Hitze knallt. Der Forscher Scott wollte es nicht beim Gefühl belassen und hat gemeinsam mit der University of British Columbia die Fakten gecheckt. Die Erkenntnisse sind alarmierend: Die Sommerzeit dehnt sich nicht nur aus und wird heißer, sondern fängt auch deutlich früher an.

Die Studie, die im Fachjournal „Environmental Research Letters“ publiziert wurde, bestätigt, was viele schon ahnen: Der Zeitraum mit sommerlichem Wetter dehnt sich im Schnitt alle zehn Jahre um sechs Tage aus. Hauptverantwortlich für diesen Wandel ist die menschengemachte Erderhitzung. Das berichtet „the Guardian“.

In Sydney explodiert der Sommer förmlich

An manchen Orten auf dem Globus ist der Wandel noch viel heftiger. In der australischen Metropole Sydney verlängert sich der Sommer pro Dekade um unfassbare 15 Tage. Das ist eine Geschwindigkeit, die zweieinhalbmal höher liegt als der weltweite Mittelwert. Scott, der ursprünglich aus Minnesota kommt, kennt diese Empfindung genau: „Ich hatte das Gefühl, dass sie sich länger anfühlen und auch, dass die Übergänge viel abrupter sind. Es fühlt sich an, als hätten wir Frühlingswetter und dann plötzlich, boom, ist es komplett warm.“

Die Daten für Sydney sind besonders beängstigend, dort wurde die Temperaturgrenze für den Sommer auf 21 Grad Celsius festgelegt. Im Zeitraum von 1961 bis 1970 fing der Sommer dort am 6. Januar an und war am 9. März schon wieder vorbei. Das macht eine Dauer von ungefähr 65 Tagen.

Ganz anders sah es in der zuletzt analysierten Dekade von 2014 bis 2023 aus: Hier legte der Sommer in Sydney schon am 27. November los und hielt sich bis zum 28. März. Scott rechnet vor: „Die jüngsten Sommer in Sydney sind also viel näher an 125 bis 130 Tagen lang“. Auch andere Metropolen trifft es hart: Der Sommer in Minneapolis dehnt sich pro Dekade um neun Tage aus, in Toronto sind es über acht Tage und in Paris 7,2 Tage.

Fachleute schlagen Alarm wegen der krassen Auswirkungen

Weitere Forschende untermauern diesen besorgniserregenden Trend. Die Resultate seien „absolut richtig“, befindet Dr. Andrew Watkins von der Monash University. Er mahnt angesichts der Folgen, die uns alle betreffen: ausgedehntere Perioden für Waldbrände, häufigere Hitzewellen sowie weitere Wetterextreme, die eine Gefahr für Leib und Leben darstellen.

Der Grund dafür ist für die Experten sonnenklar. Watkins bringt es auf den Punkt: „Das alles läuft wieder auf unseren fortgesetzten Verbrauch fossiler Brennstoffe und die fortgesetzten Emissionen von Kohlendioxid hinaus“. Die Kernaussage ist unmissverständlich: Wir müssen uns auf die bevorstehenden Wandlungen einstellen und die Nutzung fossiler Energieträger massiv drosseln. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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