Tödliche Fluten in Russland, Tausende in Not.
Flut-Hölle in RusslandJetzt zeigen Fußball-Stars ein riesiges Herz

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Anwohner und Helfer nach Überschwemmung in Dagestan.
In zwei Republiken Russlands herrscht pures Chaos. Gewaltige Niederschläge trafen besonders Dagestan am 28. März sowie am 4. April und führten zu furchtbaren Überflutungen. Das schreckliche Ergebnis: Sechs Tote, und die Naturgewalt hat mehr als 6.200 Menschen unmittelbar getroffen. Die Fluten zerstörten eine entscheidende Brücke der Fernstraße, die Derbent mit der Hauptstadt Machatschkala verbindet. Komplette Gebäude sind überschwemmt oder vom Einsturz bedroht. Obendrein ist das Trinkwasser ungenießbar und Tausende Familien sind ohne Elektrizität.
Das Ausmaß ist enorm. Alleine in Derbent waren am Donnerstag noch circa 1.100 Wohngebäude, 1.150 Parzellen und 70 Wege vollständig überflutet. Bereits am Wochenende mussten Tausende ihre Wohnungen räumen und in Notbehausungen unterkommen. Das berichtet „t-online“.
Aber inmitten des Dramas ereignet sich ein Gänsehaut-Moment. Das Leid der Leute entfacht eine riesige Welle der Solidarität – sie stammt aus dem Fußball-Kosmos. Der Russische Fußballverband (RFU) hat zusammen mit der Russischen Premier League (RPL), weiteren Ligen und Profivereinen eine fantastische Initiative verkündet: Die nächsten Partien stehen ganz im Zeichen der Opfer von Dagestan.
Bei den Spielen werden die Durchsagen im Stadion und die Fernsehreporter über das Unglück berichten und um Spenden bitten. Manche haben schon den Anfang gemacht: Akteure und Angestellte vom Verein Dynamo Machatschkala überwiesen schon Teile ihres Lohns, meldet das Magazin „Forbes“. Ebenso kommen Erlöse aus dem Kartenverkauf den notleidenden Menschen zugute.
Alexander Djukow, der Präsident des RFU, hob diese Woche hervor, dass es neben Finanzen auch um seelischen Beistand geht. Aus diesem Grund ist eine sehr gefühlvolle Aktion geplant: Bei sämtlichen kommenden Begegnungen des russischen Pokals, der RPL sowie der niedrigeren Spielklassen laufen die Teams mit besonderen Jerseys auf. Darauf steht die Nachricht: „Dagestan, wir sind bei dir“.
Die Bedrohung ist aber noch nicht vorbei. Einem Bericht von „Svoboda“ zufolge gab der russische Wetterdienst für Freitag eine frische Sturmwarnung für die benachbarte Republik Tschetschenien aus. Und die Vorhersagen für Dagestan bleiben ebenfalls schlecht: Für Samstag wird wieder Hochwasser erwartet. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
