Köln wacht auf und sieht … nichts! Eine dicke Nebelwand verschluckt am Dienstagmorgen die ganze Stadt.
Bis in die U-Bahn-StationDichte Schwaden vor dem Kölner Hauptbahnhof

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Der Kölner Dom im Nebel, aufgenommen am 14. April 2026 um 8.44 Uhr.
Ein gespenstischer Anblick für viele Kölnerinnen und Kölner am Dienstagmorgen (14. April): Ein Wetterphänomen hat die Stadt und die gesamte Region in eine dichte, graue Suppe getaucht. Unser Wahrzeichen, der Kölner Dom, war teilweise wie vom Erdboden verschluckt.
Die Nebelschwaden krochen so tief durch die Straßen, dass die feuchte Luft sogar in die U-Bahn-Stationen waberte. Das sorgte für einen echten Schreckmoment bei manchen Fahrgästen, die sich fragten, ob vielleicht ein Feuer ausgebrochen war.
Sichtweite unter 150 Meter – was steckt dahinter?
Doch es handelte sich um ein vollkommen ungefährliches Naturphänomen. Laut dem Deutschen Wetterdienst betrug die Sichtweite stellenweise weniger als 150 Meter. Grund dafür waren Wolken, die direkt auf der Erdoberfläche aufliegen, weil sich die bodennahen Luftschichten zuerst erwärmen.
EXPRESS.de-Fotograf Alexander Schwaiger hat die gespenstische Atmosphäre in Köln mit der Kamera eingefangen. Seine Bilder zeigen den Dom wie von einem Schleier verdeckt – die Türme? Selbst aus wenigen Metern Entfernung nicht mehr zu sehen.

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Ein Schiff fährt am Dienstagmorgen im Nebel unter der Hohenzollernbrücke entlang.
Auch der sonst so malerische Blick von der Hohenzollernbrücke war an diesem Morgen eine Enttäuschung. Statt der berühmten Kölner Skyline bot sich nur ein Bild von Grau in Grau. Selbst die Schiffe, die unter der Brücke auf dem Rhein fuhren, waren kaum auszumachen.
Wer von Deutz aus über die Brücke in Richtung Dom und Hauptbahnhof ging, hatte das Gefühl, ins Nichts zu laufen. Der Weg und die gesamte Brückenkonstruktion schienen einfach in der dichten Wolke zu verschwinden.

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Der Nebel auf der Hohenzollernbrücke war so dicht, dass das Ende des Bauwerks nicht mehr zu erkennen war.
Für Autofahrer sind solche Nebelbänke eine riesige Gefahr. Im Berufsverkehr am Morgen war die Sicht teils extrem schlecht. Der Deutsche Wetterdienst warnt: Die Sicht kann für Fahrer und Fußgänger innerhalb von Sekunden auf fast null fallen.

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Umgekehrter Blick vom Rheinufer auf die Hohenzollernbrücke.
Glücklicherweise ist es nach ersten Informationen der Polizei Köln am Dienstagmorgen aber nicht vermehrt zu Unfällen gekommen.
Der ADAC weist darauf hin, dass Autofahrer die Nebelschlussleuchte einschalten sollten, sobald die Sichtweite durch Nebel auf unter 50 Meter sinkt. (red)
