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Tödliche Gefahr im WaldFörster warnt: Diese Bäume können plötzlich einfach umfallen

Eine Spaziergängerin ist im Wald  im Taunus

Copyright: Arne Dedert/dpa/dpa-tmn

Gefahr durch Totholz: Bereits bei mäßigem Wind kann es zu herabfallenden Ästen oder umstürzenden Bäumen kommen.

Ein Baum kann zur tödlichen Falle werden. Ein Experte erklärt, worauf es jetzt ankommt.

Wenn die Sonne scheint, zieht es viele in die Natur. Ein Waldspaziergang im Frühjahr ist für viele ein Muss. Aber kaum jemand ist sich der lauernden Gefahr bewusst. Ein tragischer Vorfall bei Flensburg, bei dem ein Mensch durch einen fallenden Baum starb, macht deutlich: Man muss extrem aufpassen.

„Bei stärkerem Wind empfehle ich, aus den Wäldern draußen zu bleiben. Und zwar nicht erst bei Orkanstärke, sondern ruhig schon ein bisschen vorher“, so der eindringliche Appell von Martin Janner. Der Gemeindewaldförster aus Oberwallmenach (Rheinland-Pfalz) erklärt laut der Nachrichtenagentur „dpa“, dass besonders in Laubwäldern eine Menge totes Holz in den Baumwipfeln lauert. Wenn es windig wird, können sich Äste lösen oder sogar komplette Bäume entwurzelt werden.

Tückische Gefahr: So erkennt ihr sie

Janner empfiehlt zudem, während des Spaziergangs den Blick immer wieder nach oben schweifen zu lassen. Damit vermeidet man, direkt unter einem ausgetrockneten Baumwipfel hindurchzugehen. Das Problem sei laut dem Experten, dass man die Bedrohung nicht immer sofort wahrnimmt. Es gebe Eichen und Buchen, die am unteren Teil saftig grün wirken, während weiter oben bereits abgestorbene Äste lauern.

Zeitbombe im Wald: Diese Bäume sind besonders betroffen

Ein besonders großes Gefahrenpotenzial geht laut dem Fachmann von Eschen aus. Er prognostiziert, dass diese Baumart hierzulande in den kommenden Jahren oder sogar Jahrzehnten vollständig verschwinden könnte. Die Ursache ist ein aus Asien importierter Pilz mit dem Namen „Falsche Weiße Stängelbecherchen“. Die Infektion hat zur Folge, dass der gesamte Baum abstirbt, bis hinunter zu den Wurzeln.

Die drastische Warnung des Experten lautet: „Letzten Endes steht er dann wie ein Bleistift im Boden und kann sehr leicht umfallen.“ Ein weiteres Problem ist die Dürre der letzten Jahre, die den Baumbeständen massiv geschadet hat. „Dadurch sind die Bäume logischerweise krankheitsanfälliger und durchaus mal in der Situation, dass sie alleine aufgrund der Trockenheit absterben.“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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