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Queen reagiert auf öffentlichen Druck Elizabeth II. verstößt ihren Lieblingssohn

Prinz Andrew, Herzog von York (hier im August 2021 in London): Die britische Queen Elizabeth II. hat ihrem wegen Missbrauchsvorwürfen in den USA verklagten Sohn alle militärischen Dienstgrade und royalen Schirmherrschaften entzogen.

Prinz Andrew, Herzog von York (hier im August 2021 in London): Die britische Queen Elizabeth II. hat ihrem wegen Missbrauchsvorwürfen in den USA verklagten Sohn alle militärischen Dienstgrade und royalen Schirmherrschaften entzogen.

Lange hatte die Queen zu ihrem zweitältesten Sohn gehalten. Doch nun geht sie auf Abstand. Andrew werde sich als privater Bürger in dem Missbrauchsprozess verteidigen, teilt der Palast mit.

Sie reagiert spät - vielleicht viel zu spät und am Ende nur aufgrund des öffentlichen Drucks: Die britische Queen Elizabeth II. hat ihrem wegen Missbrauchsvorwürfen in den USA verklagten Sohn Prinz Andrew alle militärischen Dienstgrade und royalen Schirmherrschaften entzogen. 

Prinz Andrew verliert Anrede „His Royal Highness“

Auch die übliche royale Anrede „His Royal Highness“ darf der 61-Jährige künftig nicht mehr nutzen. Andrew werde sich in dem Prozess als privater Bürger verteidigen, teilte der Buckingham-Palast in London am Donnerstag mit.

„Mit der Zustimmung und dem Einvernehmen der Queen wurden die militärischen Ränge und royalen Schirmherrschaften des Herzogs von York an die Queen zurückgegeben“, hieß es in der Mitteilung.

Klägerin Virginia Giuffre wirft Andrew in einem Zivilverfahren in den USA vor, sie als Minderjährige mehrfach missbraucht zu haben. Sie gibt an, zuvor Opfer eines von dem US-Multimillionär Jeffrey Epstein und seiner Ex-Partnerin Ghislaine Maxwell aufgebauten Missbrauchsrings geworden zu sein.

Maxwell war erst vor kurzem von einem Gericht in einem US-Strafverfahren in mehreren Punkten schuldig gesprochen worden und muss mit einer langen Haftstrafe rechnen. Epstein nahm sich 2019 in Untersuchungshaft das Leben. Andrew streitet alle Vorwürfe kategorisch ab.

Prinz Andrew: Einwände der Anwälte wurden abgelehnt

Die Anwälte des 61 Jahre alten Prinzen hatten bis vor kurzem gehofft, die Klage noch im Keim ersticken zu können. Doch deren Einwände lehnte der Richter des New Yorker Gerichts am Mittwoch ab. Sollte es nun nicht noch zu einer außergerichtlichen Einigung kommen, steht Andrew ein Prozess bevor.

Mehr als 150 britische Militär-Veteranen hatten die Queen am Donnerstag in einem offenen Brief aufgefordert, Prinz Andrew von seinen Rollen im Militär zu entbinden, da er den mit den Dienstgraden verbundenen hohen Standards an ehrenhaftes Verhalten nicht gerecht geworden sei. „Wäre dies irgendein anderer ranghoher Militäroffizier, wäre es indiskutabel, dass er noch im Amt wäre“, hieß es in dem Schreiben.

Lange galt Andrew als der Lieblingssohn der Queen. Aber viele Skandale haben das Image des Prinzen - und damit der Royals -  sehr schwer beschädigt.

Die Queen ist unter Druck. Sie soll nach einem Gespräch mit Charles und William nun endlich gehandelt haben, schreibt „The Mirror“. Laut der „Sun“ ist es unwahrscheinlich, dass Andrew je wieder offizielle Aufgaben für das Königshaus ausführen werde. Andrew sei am Ende, selbst wenn es nicht zum Prozess komme, so die Zeitung. (dpa/mg/sp)

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