Riesen-Schock auf der Baleareninsel! Eine neue Untersuchung zeigt die ganze Wahrheit.
Mallorcas Beton-AlbtraumJede Woche fünf neue Protz-Bauten

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Luxusvilla mit beleuchtetem Schwimmbad und Holzliegen bei Nacht für moderne Entspannung (Symbolbild).
Auf Mallorca geht die Angst um! Eine brandneue Studie der Umweltschützer von Terraferida deckt eine dramatische Entwicklung auf. Nach der Analyse von Satellitenfotos aus dem Zeitraum 2015 bis 2024 ist klar: Im ländlichen Gebiet der Insel schießen im Schnitt jede Woche fünf neue Luxus-Anwesen aus dem Boden.
Die Details sind einfach unfassbar: Nur zwischen 2021 und 2024 wurden laut den Aktivisten 846 neue Villen gebaut. Dafür mussten 546 Hektar wertvolles Acker- und Waldgebiet weichen. „Es handelt sich um große Luxuswohnungen mit Swimmingpools und großen Gärten, von denen viele für die Vermietung an Touristen bestimmt sind“, erläutert Jaume Adrover, der Wortführer der Organisation. Die Gefahr dabei: Der Beton-Frass passiert heimlich. „Heute ist sich ein Großteil der Bevölkerung nicht bewusst, was vor sich geht“, meint Adrover. Das berichtet „Mallorca Magazin“.
Diese schleichende Vorgehensweise ist viel tückischer als die riesigen Bauvorhaben von früher, zum Beispiel bei Ses Covetes oder Sa Dragonera. Seinerzeit formierte sich heftiger Widerstand. Die Untersuchung belegt, dass innerhalb von nur zehn Jahren ein Areal versiegelt wurde, das so groß ist wie die komplette Gemeinde Consell. Adrover fasst es zusammen: „Würde eine Bebauung dieser Größenordnung angekündigt, gäbe es eine enorme gesellschaftliche Reaktion, aber wenn sie verstreut erfolgt, wird ihre Auswirkung nicht wahrgenommen.“
Die neuen Prachtbauten strotzen nur so vor Frechheit. Terraferida hat eine Villa mit privatem Golfplatz aufgedeckt – eine Entwicklung, die sich häuft und die die Umweltschützer der Wasserbehörde melden werden. Zudem wurde ein 1,6 Kilometer langer Schotterweg zu einem neuen Wohngebiet in Cala Murada gefunden. Sogar in Teilen des Tramuntana-Gebirges, die nicht unter dem besonderen Schutz (ANEI) stehen, wird wild gebaut. Adrovers ernüchternde Bilanz: „Wo eine Lücke ist, wird gebaut, und da die Bauherren so viel Geld haben, machen sie, was sie wollen.“
Ein derartiger Bau-Rausch auf dem Land, wie man ihn auf Mallorca und Ibiza erlebt, ist im restlichen Europa oder auf der Iberischen Halbinsel kaum zu finden. Die Nachbarinsel Menorca hat schon vor über 20 Jahren gehandelt und einem solchen Wildwuchs einen Riegel vorgeschoben. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
