Ein Flug nach Mallorca wurde für eine Britin zur Qual.
Heißer Kaffee-Albtraum über den WolkenRyanair zahlt Urlauberin 5.000 Euro

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Ryanair zahlt Entschädigung nach Kaffee-Unfall an Bord (Symbolbild).
Für die 63-jährige Denise Elliott sollte es ein entspannter Trip mit Freunden auf die Sonneninsel werden. Doch der Flug von Bournemouth nach Mallorca entwickelte sich zu einem wahren Albtraum. An Bord orderte die Passagierin einen Kaffee, doch für den Becher gab es laut einem Crewmitglied keinen Deckel mehr. Sie stellte das Heißgetränk auf den Klapptisch vor sich – mit fatalen Folgen.
Plötzlich glitt der Becher weg und der kochend heiße Kaffee schüttete sich über ihre Oberschenkel. Die Folge: schwere Brandwunden. Doch die Reaktion des Personals machte die Frau fassungslos. Als ausgebildete Krankenschwester war ihr klar, dass die Wunden sofort gekühlt werden müssen, doch eine kalte Kompresse war nicht aufzutreiben. Stattdessen bot man ihr trockenes Küchenpapier an. Schließlich fand sich ein Gel für Brandwunden, doch als Elliott bat, die Tube für eine zweite Anwendung behalten zu dürfen, wurde ihr dies verweigert. Das berichtet „Mallorca Zeitung“.
Die Verbrennungen waren so schlimm, dass die Heilung ganze acht Monate dauerte. Für die Urlauberin war klar, wo die Schuld lag: „Die klapprigen Tischchen in den Ryanair-Maschinen sind nicht für ihren Zweck geeignet“, erklärte sie. Sie verklagte die Fluggesellschaft, die zunächst jegliche Verantwortung von sich wies. Erst kurz vor der Gerichtsverhandlung kam es zu einer Einigung.
Ryanair zahlte der Britin schließlich eine Entschädigung von rund 5.000 Euro. Elliott betonte jedoch, dass es ihr nie ums Geld gegangen sei. „Aber sie haben sich nicht um mich gekümmert“, so ihr Vorwurf. Ihre Anwältin, Tracy Stansfield, erklärte, dass es erfreulich sei, dass der Fall für ihre Mandantin positiv ausging, da Auseinandersetzungen mit Großkonzernen wie Ryanair oft schwierig seien. Sie warnte zudem, dass solche Vorfälle kein Einzelfall seien und Airlines dringend bei den „klapprigen Klapptischen“ nachbessern sollten. (red)
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