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Ekel-Alarm auf MallorcaDeutscher Supermarkt verkauft Schimmel-Wurst

Verschimmelte Zitrone mit deutlich sichtbarem Pilzbefall

Schimmelbefallene Zitrone verdeutlicht Supermarkt-Vorwürfe (Symbolbild).

Ein Einkäufer erlebt beim Öffnen einer Wurstpackung eine widerliche Überraschung.

Der Supermarkt „Sam“ an der Playa de Palma gilt für zahlreiche Deutsche auf der Insel als ein kleines Zuhause. Jetzt aber gibt es heftige Anschuldigungen. Ein Einkäufer erzählt von einem unglaublichen Ereignis: Angeblich hat er dort verdorbene und überlagerte Waren erstanden.

Für den auf der Insel lebenden Deutschen Andi F. (Name von der Redaktion geändert) folgte der Schockmoment daheim, als er seine Einkäufe verstaute. Er öffnete am 8. Januar eine Packung Putenwurst aus dem Supermarkt Sam und konnte es kaum fassen: Ein gewaltiger, dunkler Schimmelpilz bedeckte die Wurst. Die Verpackung offenbarte dann die ganze Wahrheit: Schon seit dem 27. Dezember war die Ware abgelaufen. Das berichtet „Mallorca Magazin“.

Der erboste Käufer kehrte am nächsten Tag zum Supermarkt zurück, um sich zu beschweren. Die dortige Reaktion ließ ihn jedoch sprachlos zurück. „Mir wurde die Chefin vorgestellt, die hat nur die Packung angeguckt, mich von oben nach unten gemustert, die Schulter gezuckt, sich weg gedreht und weiter Ware ausgepackt“, erzählt er. Er fühlte sich komplett ignoriert. Das sei für ihn auch keine Ausnahme: „Ich gehe seit zehn Jahren einkaufen und das ist nicht das erste Mal passiert.“

Eine verantwortliche Angestellte des Geschäfts, das es seit 2007 gibt, bestätigt auf Anfrage den Zwischenfall mit der schimmligen Wurst. Sie gesteht, dass derartige Dinge passieren können. Die Produkte legen eine lange Strecke von Deutschland bis zur Insel zurück. „Wenn da die Kühlkette einmal unterbrochen ist und wir das nicht wissen, können wir nichts tun.“ Es sei auch möglich, dass Hüllen beim Transport oder beim Verräumen Schaden nehmen. „Das passiert.“

„Wir sind ein deutscher Supermarkt in Spanien, das ist nicht so einfach“, führt die Angestellte aus und betont den enormen Aufwand. Außerdem würden zahlreiche Käufer, speziell jene ohne deutschen Pass, die Differenz zwischen dem Mindesthaltbarkeitsdatum aus Deutschland und dem spanischen Verfallsdatum nicht kapieren. Eine Entschuldigung sei erfolgt und das Produkt wurde zurückgenommen. Der Käufer sei jedoch „sehr aufgebracht“ gewesen.

Andi F. postete in einer Facebook-Gruppe für Insel-Deutsche, um seinem Frust freien Lauf zu lassen und andere zu alarmieren. „Es geht hier nicht um einen einzelnen Fehler. Fehler passieren. Es geht um den Umgang damit und um Verantwortung, gerade wenn Familien und Kinder betroffen sind“, so sein Text. Seine Schlussfolgerung ist eindeutig: „Wir persönlich haben nach diesem Vorfall kein Vertrauen mehr.“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.