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Alarm auf MallorcaKinder konsumieren E-Zigaretten „wie Süßigkeiten“

Teenager bestellt Vapes per Smartphone

Teenager bestellt Vapes per Smartphone.

Riesen-Sorge auf der Ferieninsel: Schon die Kleinsten paffen E-Zigaretten!

Mallorca schlägt Alarm! Das Vapen von E-Zigaretten ist auf der Insel und ihren Nachbarn nicht mehr nur ein Trend, sondern längst Alltag – und wird jetzt sogar für Kinder unter zehn zur festen Angewohnheit. Rafel Covas deutet die Zahlen, die er mit seinem Team über die letzten Jahre zusammengetragen hat, als klares Warnsignal. Die Lage sei „außer Kontrolle geraten“. Seine Leute sind als „Policías Tutor“ an den Schulen aktiv, um dort bei Problemen zu helfen und vorzubeugen.

Covas pocht auf härtere Maßnahmen gegen das Vapen, wie der Konsum von E-Zigaretten auch heißt. Er ist der Koordinator des Programms für Schulpolizisten und bei ihm landen die Einsatzberichte von der kompletten Insel. Die Statistik des letzten Schuljahres listet 5.786 durchgeführte Operationen auf, was fünf Prozent unter dem Vorjahreswert liegt. 2.482 davon waren im schulischen Kontext, 3.029 befassten sich mit jungen Leuten abseits des Schulgeländes und 275 Interventionen hatten mit neuen Technologien zu tun. Das berichtet „Mallorca Zeitung“.

„Das Problem haben wir jetzt nicht mit Tabak“, betont Covas, sondern mit den Vaping-Produkten. Die Jugendlichen ziehen sich auf die Schultoiletten oder an öffentliche Orte zurück, denn sie haben „kein Problem“ damit, es draußen zu machen und „dass man sie dabei sieht“. Weil sie auf Bankkarten zugreifen können, ist der Kauf im Internet ein Kinderspiel, und „sie verkaufen sie untereinander“. Ein regelrechter Schwarzmarkt für die Dampfer ist entstanden. Die bunte Vielfalt der E-Zigaretten und Aromen führt dazu, dass die Kids es „als Spiel“ betrachten – und die echten Risiken für ihre Gesundheit ignorieren. Gerade bei den ganz Kleinen findet Covas die Entwicklung „ungeheuerlich“, da sie in dem Alter extrem empfänglich für Einflüsse sind. „Sie haben das Gefühl, dass es nichts Schädliches ist und konsumieren es fast so, als wäre es eine Süßigkeit“, erklärt der Beamte.

Die Regierung der Balearen entwickelt aktuell zwar Kampagnen, die über das Vapen und Energydrinks aufklären und auch die Erziehungsberechtigten ins Boot holen sollen. Dem Polizisten ist das aber zu wenig, er verlangt härtere Vorschriften auf landesweiter Ebene. Ein anderer Aspekt der Polizeistatistik sticht ins Auge: Der Besitz und Konsum von Drogen in den Schulen selbst ist den Berichten der Schulpolizei zufolge um 24 Prozent gesunken. Im Gegenzug hat der Drogenkonsum von Minderjährigen jenseits des Schulgeländes zugenommen. Das Kiffen von Joints hat sich für zahlreiche Schüler auf den Balearen offenbar „sehr normalisiert“. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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