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Mallorca am LimitDie Insel ist brechend voll – sogar in der kalten Jahreszeit

Millionen von Touristen setzen Mallorca zu.

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Millionen von Touristen setzen Mallorca zu. (Symbolbild)

Krasse Daten aufgedeckt: Die Insel quillt über!

Auf Mallorca ist die Hölle los! Selbst außerhalb der Hauptsaison ist das beliebte Urlaubsparadies heute voller als während der Sommer-Hochphasen Ende der 90er-Jahre. Zu diesem alarmierenden Ergebnis kommt eine neue Analyse der Umweltgruppe Terraferida. Nachdem sie eine mehrjährige Auszeit beendet hatten, werteten die Aktivisten dafür die Zahlen des balearischen Statistikamts Ibestat der letzten 29 Jahre aus.

Auf Mallorca ist die Hölle los!

Die Zahlen sind ein echter Schocker und belegen die krasse Entwicklung. Zum Beispiel waren am 27. März 2025 unglaubliche 1.416.896 Personen auf der Inselgruppe. Das ist beinahe dieselbe Menge wie am Rekord-Tag des Jahres 1997, als am 10. August 1.419.316 Menschen gezählt wurden.

Ein weiterer Vergleich, der die Lage zuspitzt: Am 20. April 2024 waren mit 1.544.089 Leuten mehr Besucher auf den Balearen als am Top-Tag des Jahres 2000. Und die Prognose für den 6. August 2025 war sogar eine gigantische Zahl von 2.062.787 Menschen. Das berichtet „Mallorca Zeitung“.

Aktivisten warnen: Platz für 178.252 neue Wohnungen

Doch das ist längst nicht alles, denn die Zukunftsprognosen sind alles andere als rosig. Die Aktivisten haben kalkuliert, wie viele Neubauten noch realisierbar wären. Alleine auf den Flächen, die aktuell als bebaubar gelten, könnten laut einer zurückhaltenden Berechnung 178.252 Wohnungen errichtet werden.

Bei einer Annahme von durchschnittlich drei Bewohnern pro Einheit würde dies Raum für 554.756 zusätzliche Menschen bedeuten – die bereits bebauten Stadtgebiete sind hierbei noch nicht einmal eingerechnet.

Das wahre Ausmaß: Noch viel mehr Baupotenzial möglich

Diese Kalkulationen sind aber nur ein Bruchteil der Wahrheit. Völlig unberücksichtigt bleibt die Möglichkeit, bestehende Bauten zu erhöhen, also aus einstöckigen Gebäuden mehrgeschossige zu machen. Auch die Vergrößerung von Hotels oder die Erschließung von sogenannten Übergangsflächen, die von ländlichen Zonen zu Bauland umgewidmet werden könnten, fließen in diese Schreckens-Zahlen nicht ein.

Terraferida bezeichnet dies als eine „demografische Zeitbombe“, da die Ressourcen der Inseln „bereits am Limit“ seien. Die Forderung der Gruppe ist klipp und klar: „Ein Moratorium ist dringend notwendig, um das städtebauliche und touristische Wachstum Mallorcas zu stoppen.“ (jag)

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