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Lübeck: Seltsame Radarkontrollewird zum Besuchermagneten

Mobiler Blitzer mit Kinderzeichnungen auf dem Brühl in Chemnitz

Ein mobiler Blitzer, kunstvoll mit vielen bunten Kinderzeichnungen geschmückt (Symbolbild).

Ein Geschwindigkeitsmessgerät avanciert zum viralen Phänomen, da jeder von ihm registriert wird.

In Lübeck erregt momentan ein transportables Geschwindigkeitsmessgerät beträchtliche Aufmerksamkeit. Der Standort des Geräts ist das geschichtsträchtige Burgtor. Die Besonderheit dieser Apparatur liegt darin, dass ihre Aktivierung nicht ausschließlich durch Kraftfahrzeuge erfolgt. Von der Anlage werden ebenfalls Fahrradfahrer und Passanten registriert. Zu einer wahren Sehenswürdigkeit in der Hansestadt hat sich die Radaranlage durch diese spezielle Eigenschaft entwickelt.

Obwohl eine reguläre Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h gilt, ist die primäre Funktion des Geräts nicht die Tempoüberwachung. Stattdessen stellt das Messgerät einen Bestandteil des Schutzkonzeptes für den lokalen Weihnachtsmarkt dar. Das Ziel ist die Verhinderung der Passage von Fahrzeugen, da jener Abschnitt zwischen 10.30 Uhr und 22 Uhr für den Autoverkehr gesperrt wurde. Eine besonders empfindliche Justierung der Apparatur soll sicherstellen, dass Kraftfahrer die Kontrolle nicht durch eine gemächliche Fahrweise umgehen können. Das berichtet „t-online“.

Im Netz folgten umgehend Rückmeldungen, die sich durch enorme Belustigung auszeichnen. Laut einem Bericht des NDR reisen zahlreiche Personen gezielt zum Burgtor, um sich bewusst von dem Gerät ablichten zu lassen. Auf dem Portal Tiktok genießt die Radarfalle schon einen Kultstatus und trägt den Spitznamen „Radar-Rambo“. Eine Referenz auf die zahlreichen Lichtblitze ist die Bezeichnung „Blitzkrieg am Burgtor“. Ein User, dessen Beschreibung die „Lübecker Nachrichten“ wiedergaben, charakterisierte die Apparatur als einen „Blitzer, der eigentlich gerne als Stroboskoplicht in der Disco hängen möchte“.

Während der Nacht auf Dienstag erfolgte eine temporäre Demontage der Apparatur. Diese Maßnahme war allerdings lediglich für das Extrahieren der erfassten Informationen und zum Laden der Batterie notwendig. Schon am Vormittag des Mittwochs befand sich die Radarkontrolle erneut an ihrer Position. Für unmittelbare Heiterkeit sorgte die Wiederinbetriebnahme, als ein Fahrradfahrer beim Passieren angeblich „Er ist wieder da“ gesungen haben soll. Gemäß Angaben der städtischen Verwaltung erfolgt eine sofortige Löschung sämtlicher nicht relevanter Aufnahmen. Ausschließlich Kraftfahrer, welche die Sperrung ignorieren, haben mit Folgen zu rechnen: Ein Strafgeld in Höhe von 50 Euro wird für sie fällig. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.