Droht das Aus für den Kuba-Trip? Große Hotelketten werfen das Handtuch.
Kuba-Schock für Urlauber!Hotel-Riesen aus Mallorca machen dicht

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Menschen, Busse und Autos auf einer Straße.
Eine dramatische Entwicklung für den Tourismus auf Kuba! Die kritische Situation auf der Karibikinsel setzt nun auch die Hotel-Giganten aus Mallorca unter Druck. Meliá, die größte Hotelgesellschaft Spaniens, gab bekannt, die Leitung von 15 ihrer 34 Häuser auf Kuba abzugeben. Diese Mitteilung folgte nur einen Tag, nachdem der Wettbewerber Iberostar einen ähnlichen Schritt verkündet hatte.
Der Grund dafür ist der massive politische Druck aus den Vereinigten Staaten. Die Regierung unter Donald Trump hat ein neues Paket an Sanktionen gegen Gaesa, das Militär-Konglomerat Kubas, erlassen. Internationalen Unternehmen wurde eine Deadline bis zum 5. Juni eingeräumt, um ihre geschäftlichen Verbindungen zu Gaesa zu kappen. Dieses einflussreiche Konglomerat beherrscht laut Schätzungen mindestens 40 Prozent der gesamten kubanischen Wirtschaftsleistung. Das berichtet „Mallorca Zeitung“.
Stromausfälle und weniger Touristen
Die Situation auf der Insel ist schon länger prekär. Kuba kämpft mit einem Öl-Embargo der USA, was wiederholt zu Engpässen bei der Energieversorgung führt. Aus diesem Grund und wegen nachlassender Buchungen musste Meliá schon früher einige Hotels zeitweise dichtmachen. Ein Großteil der nun aufgegebenen Häuser war laut Unternehmensangaben „bereits geschlossen und nicht mehr in Betrieb“.
In einer Meldung an die spanische Börsenaufsicht CNMV erklärte Meliá, der Rückzug erfolge aus „tiefem unternehmerischen Verantwortungsbewusstsein“. Man reagiere auf eine „Kombination nachträglich eingetretener Umstände“, die sich dem eigenen Einfluss entzögen. Diese hätten die Geschäftstätigkeit, die juristische Sicherheit und die Service-Güte in den Hotels massiv gestört. Der Eigentümer, Gaesa, wurde demnach schon am 26. Mai über diesen Entschluss in Kenntnis gesetzt.
Kein kompletter Rückzug aus Kuba
Für die Hotel-Konzerne ist dies jedoch kein endgültiger Abschied von der Karibikinsel. Die Taktik ist eindeutig: Ziel ist es, auf Kuba weiterhin vertreten zu sein, ohne das Risiko von US-Strafmaßnahmen oder juristischen Auseinandersetzungen einzugehen. Meliá wird die übrigen 19 Hotels, die keine Verbindung zu Gaesa haben, weiter betreiben. Ebenso verfährt Iberostar und bleibt in denjenigen Häusern, deren staatliche Kooperationspartner nicht dem Militär angehören. Die Kette gibt zwölf ihrer 20 Hotels auf.
Kuba stellt für Meliá einen der bedeutendsten Märkte dar. Die Firma ist dort seit 1990 präsent und bietet 14.053 Zimmer an. Der Konzern teilte mit, die Lage auf der Insel weiterhin genau zu beobachten, um die eigene Geschäftstätigkeit ständig neu zu justieren. (red)
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