Trumps Ex-Verteidiger soll neuer Justizminister werden
Trump holt seinen AnwaltTodd Blanche soll dauerhaft das US-Justizministerium leiten

Copyright: Manuel Ceneta/AP/dpa
Der frühere Trump-Anwalt Todd Blanche soll im Amt des Justizministers bleiben. (Archivbild)
US-Präsident Donald Trump hat einen neuen Plan für einen Top-Posten: Sein ehemaliger persönlicher Rechtsbeistand und aktueller Übergangs-Justizminister Todd Blanche soll das Ressort dauerhaft leiten. Die formelle Nominierung werde er am Donnerstag einleiten, erklärte Trump in einer Videobotschaft, die auf dem Netzwerk X geteilt wurde.
Blanche war erst Anfang April vorläufig eingesprungen. Er folgte auf die bisherige Justizministerin Pam Bondi, eine Vertraute von Trump, die zuvor abgesetzt worden war. Ihr Führungsstil und auch die Handhabung der Akten rund um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein sollen zu ihrer Entlassung geführt haben.
Heikle Deals und umstrittene Vorhaben
Blanche, der zuvor als Vize-Justizminister diente, gilt als einer der treuesten Anhänger von Trump. Für den Präsidenten handelte er im Mai eine äußerst kontroverse Übereinkunft mit der US-Steuerbehörde aus. Die Konsequenz: Ältere Steuerdokumente von Trump und seiner Familie sind für Prüfer tabu. Auch Firmen und Stiftungen aus seinem Umfeld erhielten eine Form von General-Amnestie.
Für Kritik im US-Senat sorgte überdies ein anderes Projekt, das Trump mithilfe von Blanche und dem Justizministerium durchsetzen wollte: ein Fonds zur Entschädigung für vermeintliche Opfer von politisch motivierter Strafverfolgung. Republikaner brachten erhebliche Bedenken vor, woraufhin das Projekt letztlich gekippt wurde.
Vom Ankläger zum persönlichen Verteidiger
Blanche war früher als Ankläger in New York tätig, ehe er einer von Trumps privaten Rechtsbeiständen wurde. Im Vorfeld der Wiederwahl des Republikaners zählte er zu dessen Verteidigerteam im New Yorker Strafprozess. Dort ging es um die illegale Verbuchung von Schweigegeld an eine Darstellerin aus der Erotik-Branche.
Bevor Blanche den Posten jedoch final übernehmen kann, ist noch die Bestätigung durch den US-Senat nötig. Zwar verfügen Trumps Republikaner dort über die Mehrheit, dennoch könnte es Gegenwind aus der eigenen Partei geben. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
