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WM wird zum PulverfassUSA und Iran könnten aufeinandertreffen – Experte warnt

Donald Trump und Gianni Infantino

Copyright: Jacquelyn Martin/AP/dpa

Trump und Infantino inszenieren gerne ihren guten Draht zueinander. (Archivbild)

WM in den USA: Krieg mit Iran droht auch auf dem Rasen.

Ein gigantischer Sommer war für Donald Trump geplant. Die Fußball-Weltmeisterschaft startet kommende Woche (11. Juni). Kurz darauf steht der 80. Geburtstag des US-Präsidenten an, gefolgt vom 250. Jubiläum der USA am 4. Juli. Doch die erwartete Partystimmung bleibt aus: Ein düsterer Schatten liegt über allem, denn die Vereinigten Staaten sind tief in einen Krieg mit dem Iran verwickelt.

Brisantes Duell auf dem Rasen möglich

Ein direktes Aufeinandertreffen zwischen den USA und dem Iran auf dem Spielfeld ist denkbar. Sollten beide Nationen in ihren Gruppen (USA in D, Iran in G) den zweiten Rang erreichen, käme es am 3. Juli in Arlington bei Dallas zum brisanten Sechzehntelfinale.

Bereits im Vorfeld sorgte der Iran für reichlich Wirbel im Zusammenhang mit der WM. Große Aufregung entstand, als das Quartier des iranischen Teams von den USA nach Mexiko, einem der Co-Gastgeber, verlegt wurde. Laut Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum wollten „die Vereinigten Staaten nicht, dass die iranische Nationalmannschaft in den USA übernachtet“. Zudem gab es Hürden bei der Visavergabe, um in die USA zu gelangen.

Fußball-WM - Iran

Copyright: Vahid Salemi/AP/dpa

Wird Irans Führung die WM für sich nutzen wollen? (Archivbild)

Experte sieht politische Gefahren

Laut dem Politikwissenschaftler Timm Beichelt, der an der Universität in Frankfurt (Oder) forscht, birgt die Anwesenheit des Iran potenziell erhebliche politische Gefahren. Der Experte, der einst ein Buch über Fußball und Macht veröffentlichte, gibt auf dpa-Anfrage zu Bedenken: „Was passiert, wenn die Mannschaft des Iran wichtige Spiele gewinnt oder die Sympathien der Zuschauer erringen kann? Könnte die Führung des Iran in solch einem Fall sogar versuchen, das Image des siegreichen Underdogs in die politische Sphäre zu übersetzen?“

Trump selbst hatte im März, kurz nach dem Start des Krieges am 28. Februar, mitgeteilt, das iranische Team sei zwar bei der WM „willkommen“, er halte es aber „wirklich nicht für angemessen, dass sie dort sind, zu ihrem eigenen Schutz und ihrer eigenen Sicherheit“. Am Ende übertrug der Präsident die Verantwortung für die Teilnahmeentscheidung an FIFA-Präsident Gianni Infantino, mit dem er sichtlich ein gutes Verhältnis pflegt.

WM als Ablenkung für Trump?

Infantino sprach im April noch seine Hoffnung aus, dass sich die militärische Situation bis zum Turnierbeginn deeskalieren würde. Obwohl seit Wochen ein Waffenstillstand besteht, ereigneten sich zuletzt wiederholt gegenseitige Attacken. Parallel dazu finden seit einiger Zeit Verhandlungen statt.

Grundsätzlich käme die Fußball-Weltmeisterschaft für Trump wie bestellt: Ein riesiges Sportereignis, das eine willkommene Abwechslung von den Krisen darstellt. Es hätte die Kraft, das ganze Land als Gastgeber zu begeistern – mit unzähligen Bildern von jubelnden Fans in den Stadien der USA. Die ganze Welt schaut auf Amerika.

Solche Aufnahmen kann Trump dringend gebrauchen. Seine Zustimmungswerte sind laut Umfragen seit Beginn seiner zweiten Amtsperiode im Januar 2025 gesunken. Insbesondere der Konflikt mit dem Iran beschert ihm viel Kritik. Sogar aus der eigenen republikanischen Partei wird der Ruf lauter, den Krieg rasch zu beenden. Im Kongress formiert sich zunehmend Gegenwind. Viele Amerikaner sind ohnehin kriegsmüde, auch wenn die Regierung das Heldentum der Soldaten betont.

Trump, der von der FIFA einst eine umstrittene Auszeichnung für Frieden erhielt – Kritiker nannten es Schmeichelei –, versicherte im Frühling: „Es wird das größte und sicherste Sportereignis in der Geschichte der USA werden.“ Er kündigte an, alle Beteiligten wie „Stars“ zu behandeln. Eine bemerkenswerte Aussage, da Fußball in den Vereinigten Staaten nicht den Stellenwert wie in Deutschland hat.

Doch die große Geschichte von der verbindenden Wirkung des Sports will kurz vor dem Turnierstart nicht so recht zünden. In der Öffentlichkeit, sei es in den Medien oder im Alltag, ist von der nahenden Weltmeisterschaft kaum etwas zu bemerken.

Weißes Haus in Washington

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Man könnte meinen, es geht um die WM am Weißen Haus - doch es geht um Kampfsport.

Ohnehin scheint Trump derzeit seine Aufmerksamkeit auf ein anderes sportliches Spektakel zu richten: Kampfsport. Für seinen 80. Geburtstag (14. Juni) werden am Weißen Haus Käfigkämpfe der UFC veranstaltet. Er pries das Event diese Woche als „einen der unterhaltsamsten Abende in der amerikanischen Geschichte“ an. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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