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Fotos vom Hanffeld Erste legale Cannabis-Plantage auf Mallorca – doch Kiffer werden enttäuscht

Bei Binissalem auf Mallorca steht die erste Cannabis-Plantage ihrer Art auf spanischem Boden.

Es ist ein Anblick, der Kiffer-Herzen höherschlagen lassen könnte: Auf rund 600 Quadratmetern stehen bei Binissalem auf Mallorca Cannabis-Pflanzen. Doch der Schein trügt – zumindest etwas.

Denn: Die ehemalige Lehrerin Inés Calleja (37) und Tontechniker Nuño Monasterio haben Pflanzen ohne psychoaktive Substanzen angebaut. Zu medizinischen Zwecken und nicht etwa jenes, das für Joints benutzt wird. Die Plantage ist auf Mallorca – und sogar in ganz Spanien – die erste ihrer Art.

Cannabis-Plantage auf Mallorca: CBD-Öl als Endprodukt

Bereits 2021 startete das Paar sein Vorhaben, das mit vielen Vorschriften verbunden ist. Grundvoraussetzung für den Erhalt der Lizenz des balearischen Landwirtschaftsministeriums ist, dass die Cannabis-Pflanzen weniger als 0,2 Prozent des psychoaktiven Tetrahydrocannabinol, besser bekannt als THC, produzieren.

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Dass das nicht immer einfach ist, unterstreicht eine Aussage Monasterios im September. „Wir müssen auf die Bodenqualität achten, sie kann den THC-Wert nach oben treiben“, sagte er damals der „Mallorca Zeitung“. Grundsätzlich möge der Cannabis die kalkhaltige Erde Mallorcas nicht – weshalb beispielsweise im vergangenen Mai 2000 Setzlinge in Töpfe hatten umgepflanzt werden müssen.

Nach der Ernte müssen Calleja und Monasterio aktuell noch einen Umweg gehen, um ihr Endprodukt – das Cannabidiol-Öl (auch CBD-Öl) – herzustellen. Da es in Spanien noch keine Lizenz zur Extraktion der Blüten gibt, müssen diese ins Ausland geschickt werden.

Sobald sie den reinen Extrakt zurückerhalten haben, wird es mit einem Olivenöl aus Öko-Anbau aufs spanische Festland geschickt. Dort entsteht dann das medizinische CBD-Öl in verschiedenen Konzentrationen.

Das CBD in Ölform hat in den vergangenen Jahren einen regelrechten Boom als Arzneimittel erfahren. Zahlreiche Studien belegen seine positiven Effekte: Cannabinoid wirkt schmerzstillend und entzündungshemmend, hilft unter anderem auch bei Angstzuständen und Schlafstörungen.

Es könnte gut sein, dass Calleja und Monasterio eine mallorquinische Erfolgsgeschichte losgetreten haben, die der Balearen-Insel auch abseits des Tourismus Wohlstand sichert. Sollte nämlich eines Tages der Cannabis-Anbau mit höheren THC-Werten in der EU legalisiert werden, könnten sie und mögliche Nachahmer mit ihrer Expertise Großkonzernen zur Seite stehen. Zu diesem Zweck haben sie die landwirtschaftliche Kooperative Noma gegründet. (sal)

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