„Er kriegt ihn nicht hoch” Zoff unter Milliardären: Elon Musk schießt gegen Jeff Bezos

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Schießt mit einem fiesen Tweet gegen Konkurrent Jeff Bezos: Tesla-Gründer Elon Musk (hier im Sommer 2020 auf der Baustelle seines geplanten Tesla-Werks in Brandenburg).

San Francisco – Wenn zwei Milliardäre sich streiten, kann es auch mal derber zugehen: Das zumindest zeigt uns jetzt Tesla-Gründer Elon Musk, der am Dienstag (27. April) ziemlich fies gegen Amazon-Boss Jeff Bezos schießt.

  • Elon Musk schießt gegen Jeff Bezos
  • Auf Twitter schreibt er: „Er kriegt ihn nicht hoch“
  • Grund ist das Weltraumunternehmen Blue Orbit, das gegen die Vergabe des NASA-Auftrags an Rivalen SpaceX vorgeht

Der exzentrische E-Auto-Gigant Elon Musk, durchaus bekannt für seine schrägen Botschaften auf Twitter, hat es diesmal auf einen der anderen reichsten Menschen der Welt abgesehen: Jeff Bezos. „Can't get it up (to orbit) lol“ schreibt er dort, übersetzt: „Er kriegt ihn nicht hoch (in den Orbit)“.

Der Grund für den verbalen Ausfall: Offenbar ist Musk ziemlich genervt von der Tatsache, dass Weltraum-Rivale Blue Origin, das von Amazon-Boss Jeff Bezos gegründet wurde, gegen sein eigenes Unternehmen SpaceX vorgeht. Es geht um die Vergabe eines NASA-Auftrags für eine Mission zum Mond an SpaceX.

Elon Musk schießt gegen Jeff Bezos: Blue Origin im Kampf gegen SpaceX

„Die NASA hat ein fehlerhaftes Auftragsvergabeverfahren für das Programm durchgeführt und die Anforderungen in letzter Minute verändert“, kritisierte Blue Origin zur Begründung des Widerspruchs beim US-Rechnungshof GOA mit. Darüber berichtet unter anderem die „New York Times“.

Sowohl Bezos als auch Musk träumen davon, mit ihren privaten Weltraumunternehmen die Menschen ins All zu bringen. Nun kämpfen beide darum, Astronauten wieder zum Mond zu fliegen.

SpaceX hat NASA-Ausschreibung gewonnen, Blue Origin protestiert

SpaceX hat den Zuschlag für einen 2,9-Milliarden-Dollar-Auftrag der NASA erhalten, bei dem es um den Bau einer Mondlandefähre geht. Die NASA teilte mit, dass Elon Musks Unternehmen die Ausschreibung für das Projekt gewonnen und sich damit auch gegen Blue Origin durchgesetzt habe. Der Dritte im Bunde, der um die Reise zum Mond kämpfte, war Dynetics of Huntsville, ein privates Verteidigungsunternehmen.

Sowohl Dynetics als auch Blue Origin haben daraufhin Protest eingelegt.

Die Vorschläge der Unternehmen für eine Reise zum Mond war gänzlich unterschiedlich: Blue Origin plant eine Zusammenarbeit mit drei US-Luft- und Raumfahrtunternehmen, um die Herausforderung zu meistern: Lockheed Martin, Northrop Grumman und Draper. Der von ihnen vorgeschlagene Lander sah aus wie eine größere Version des Landers, der für die Apollo-Mondlandungen der NASA in den 1960er und 1970er Jahren verwendet wurde.

NASA will mit privaten Unternehmen zurück zum Mond

Im Gegensatz dazu schlug SpaceX vor, eine riesige Rakete namens „Starship” zu bauen, die eigens für Reisen zum Mars entwickelt wird. SpaceX hat an seinem Standort in Südtexas Starship-Prototypen getestet, oft mit explosivem Ausgang.

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Die SpaceX Falcon 9-Rakete mit der Crew Dragon-Raumkapsel hebt am 23. April von der Rampe 39A im Kennedy Space Center ab.

Während die NASA bei früheren Reisen zum Mond selbst für Entwürfe und Operationen verantwortlich war, hat sie sich nun an private Unternehmen gewandt, um die nicht mehr allein die hohen Kosten tragen zu müssen. Das hat sich bereits bei der Versorgung der ISS als erfolgreich herausgestellt.

SpaceX gegen Blue Origin: Kamp um den Weltraum

Insbesondere SpaceX hat sich als guter Partner erwiesen, die Rakete „Falcon 9“, die bereits jetzt für diverse Missionen der Raumstation im Einsatz ist, ist ein echtes Arbeitstier im All geworden.

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In diesem 2019 von Blue Origin zur Verfügung gestellten Bild landet die „New Shepard”-Trägerrakete.

Blue Origin hingegen bleibt hinter den Errungenschaften von SpaceX zurück. Das kleine, erfolgreich getestete „New Shepard“-Raumschiff ist nur für kurze suborbitale Ausflüge gedacht. Der Bau der größeren „New Glenn“-Rakete, die Satelliten in die Umlaufbahn bringen soll, musste zuletzt um zwei Jahre verschoben werden. Allerdings verfügen die Partner von Blue Origin über jahrzehntelange Weltraumerfahrung. (mg)

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