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Ex-HSV-Keeper flieht aus dem Iran:„Das ganze Gebäude hat gezittert“

Torwart Marko Johansson

Copyright: Swen Pförtner/dpa

Floh aus dem Iran: Fußball-Torwart Marko Johansson. (Archivbild)

Er wollte nur Fußball spielen, doch dann geriet er mitten in den Krieg. Für den früheren Bundesliga-Torwart Marko Johansson (27), der auch für den HSV spielte, wurde der Iran zur Falle. Eine dramatische Flucht begann.

Der Schockmoment kam plötzlich. „Wir saßen im Hotel auf dem Trainingsgelände, als es auf einmal einen Riesen-Schlag gab. Das ganze Gebäude hat gezittert“, erzählte Johansson der „Bild“, wie die dpa berichtet. Ein Luftangriff hatte offenbar eine iranische Militärbasis getroffen, die nur wenige Kilometer entfernt lag. „Wir sind vor Schreck aufgesprungen und wussten nicht, wo wir hinsollten.“

Flucht aus dem Iran: „Zwei Taschen statt einer gepackt“

Eigentlich bereitete sich der schwedische Torwart mit seinem iranischen Club Tractor FC auf ein Spiel der asiatischen Champions League in Dubai vor. Doch die Nachrichten überschlugen sich. „Am Samstagvormittag habe ich mich mit den anderen ausländischen Spielern des Vereins zum Frühstück getroffen. Dort sagte einer plötzlich, dass Teheran angegriffen wurde“, so Johansson.

Für den Ex-Keeper von HSV, Bochum, Rostock und Braunschweig war sofort klar, was das bedeutet. Sein bitterer Satz: „Statt einer Tasche für Dubai habe ich zwei Taschen gepackt.“

Fünf-Stunden-Fahrt an die türkische Grenze

Nach der Explosion in der Nähe des Trainingsgeländes handelte der Verein schnell. Innerhalb weniger Minuten stand ein Auto für Johansson und die anderen ausländischen Spieler bereit, um sie aus dem Land zu bringen. Es folgte eine nervenaufreibende, fünfstündige Fahrt zur türkischen Grenze. Während der Flucht machten sie eine beunruhigende Beobachtung: „Wir haben gesehen, wie die Iraner Raketen für den Gegenschlag vorbereitet haben.“

Nach der Einreise in die Türkei flog Johansson über Istanbul nach Göteborg in seine schwedische Heimat. Dort ist er nun in Sicherheit bei seiner Frau und seiner Tochter. Doch die Erlebnisse lassen ihn nicht los. „Meine Gedanken sind bei den Menschen im Iran. Ich bin mit vielen in Kontakt. Ich hoffe, der Konflikt geht schnell vorbei“, sagte der Torwart. Seine sportliche Zukunft ist ungewiss: „Ich trainiere jetzt erst mal alleine. Und was meinen Vertrag angeht – darum kümmert sich mein Berater.“ (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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