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Drama am EverestEis-Koloss versperrt den Weg zum Gipfel

In einer langen Schlange klettern Bergsteiger auf einem Pfad knapp unterhalb von Lager vier am Mount Everest.

Copyright: Rizza Alee/AP/dpa

Der Mount Everest ist mit 8848 Metern der höchste Berg der Welt. (Archivfoto)

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Am höchsten Berg der Welt gibt es ein Problem.

Nervosität im Basislager: Ein gewaltiges Hindernis aus Eis blockiert kurz vor dem Saisonstart am Mount Everest die Aufstiegsroute.

Genau zum ungünstigsten Zeitpunkt, kurz vor dem Start der Hauptsaison für Kletterer am Mount Everest, sorgt ein riesiger Eisbrocken für Aufruhr. Der Block aus Gletschereis versperrt den normalen Weg zum höchsten Gipfel der Erde. Man arbeitet unter Hochdruck an einer Lösung, doch es drohen erhebliche Verzögerungen.

Das Tourismusministerium von Nepal gab bekannt, dass der Pfad vom Basislager zu Lager 2 aktuell von einem massiven, instabilen Eisblock im Khumbu-Gletscher versperrt wird. Laut Informationen der BBC hat der Block eine Höhe von etwa 30 Metern. Die sogenannten „Icefall Doctors“, die für die Sicherung des unteren Wegabschnitts mit Seilen und Leitern zuständig sind, können das Hindernis nicht überwinden.

Große Aufregung am Mount Everest

„Bisher haben wir keine künstlichen Methoden gefunden, um ihn zum Schmelzen zu bringen. Daher bleibt uns nichts anderes übrig, als darauf zu warten, dass er von selbst schmilzt und zerbricht“, äußerte sich Basislager-Koordinator Tshering Tenzing Sherpa gegenüber der BBC. Die „Icefall Doctors“ setzen ihre Hoffnung darauf, dass die Blockade in wenigen Tagen von selbst verschwindet. Die gesamten Vorbereitungen werden sich aber um Wochen verzögern.

Unterdessen suchen Experten nach einer sicheren Umgehungsroute, die selbst bei einem Kollaps des Seracs ungefährdet bliebe, erklärte Ministeriumssprecher Himal Gautam. Die Befürchtung von langen Staus wird größer, weil der Zugang zu Lager 2 weiterhin blockiert ist.

Blockierter Aufstieg am Everest – Angst vor Stau in der Todeszone

Der Khumbu-Gletscher zählt zu den gefährlichsten Passagen auf der gesamten Everest-Strecke. Üblicherweise ist die Strecke bis Mitte April präpariert. Dies ermöglicht es den Alpinisten, sich durch mehrmaliges Auf- und Absteigen zwischen den Camps an die Höhe anzupassen. Die ersten erfolgreichen Gipfelbesteigungen werden für gewöhnlich Anfang Mai verzeichnet.

Der Zeitraum für Gipfelbesteigungen ist ohnehin sehr begrenzt. Die Frühlingssaison konzentriert sich auf nur wenige Tage oder Wochen im Mai, wenn die Wetterlage relativ beständig ist. Außerdem verschlechtern sich die Verhältnisse am Khumbu-Gletscher, je weiter die Saison voranschreitet.

In der Vergangenheit haben kurze Perioden mit gutem Wetter immer wieder zu Ansammlungen in der sogenannten Todeszone geführt. Dort können aufgrund des extremen Sauerstoffmangels bereits geringfügige Verzögerungen lebensbedrohlich sein. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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