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Komplett-Ausfall der BahnWarum gab es keine Warnung?

Reisende stehen auf dem Stuttgarter Hauptbahnhof vor einer Anzeigetafel.

Copyright: Jason Tschepljakow/dpa

Reisende stehen auf dem Stuttgarter Hauptbahnhof vor einer Anzeigetafel.

Nach dem Komplett-Ausfall bei der Deutschen Bahn stellten sich Reisende die Frage: Warum gab es keine Warnung über die App NINA?

Stillstand bei der Deutschen Bahn: Züge blieben stehen, Fahrgäste strandeten im Nirgendwo und mussten umplanen. Ein Ausfall des Zugfunks bescherte Bahnkunden und -Kundinnen ein Mega-Chaos. Die Folge: Der Zugverkehr wurde bundesweit komplett eingestellt.

Viele EXPRESS.de-Leser und -Leserinnen stellten sich die Frage: Warum gab es keine Warnung über die App NINA? Wir klären auf.

Wann informiert die Warn-App NINA?

Die Warn-App NINA wird von dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe betrieben. Ihr Zweck ist es, der Bevölkerung akute und dringende Warnmeldungen zukommen zu lassen. Dazu zählen unter anderem:

  1. schwere Unwetter
  2. Hochwasser
  3. Großbrände
  4. Bombenentschärfungen
  5. Gefahrstoffaustritte
  6. Terrorlagen 

Auch bei Amoklagen oder Bombendrohungen können via NINA Warnmeldungen ausgelöst werden. Entscheidend dabei: NINA ist keine allgemeine Informations-App für Störungen im Alltag.

Technische Probleme bei Verkehrsbetrieben, wie sie am Dienstagabend (23. Juni) bei der Deutschen Bahn auftraten, erfüllen nicht die Kriterien für eine Bevölkerungswarnung. Die Warnsysteme sind für außergewöhnliche Gefahrenlagen vorgesehen, bei denen Menschen unmittelbar geschützt oder zu einem bestimmten Verhalten aufgefordert werden müssen.

Wer sich über aktuelle Störungen im öffentlichen Nah- und Fernverkehr informieren möchte, sollte daher die Informationskanäle der Deutschen Bahn nutzen. (az)

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