Vielerorts in Deutschland tobten in der Nacht auf Dienstag (4. August) Gewitter. So geht es in NRW nun mit dem Wetter weiter.
Unwettergefahr nun vorbei?Das sagt der DWD zum Wetter in NRW

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In Schwelm stürzte am Montag ein Baum auf die Oberleitung.
Umgestürzte Bäume, beschädigte Oberleitungen, Stromausfall – während die Menschen in weiten Teilen Deutschlands noch unter schwüler Hitze ächzen, hat es in einigen Regionen bereits unwetterartige Gewitter mit Starkregen, Hagel und Orkanböen gegeben.
Im Laufe des Tages erwartet der DWD die nächste Runde unwetterartiger Gewitter. Das gilt vor allem für den Westen und den Südwesten Deutschlands.
Erneut Hitze von bis zu 38 Grad möglich
Insbesondere vom Schwarzwald aus könnten sich einige kräftige Gewitter mit erhöhtem Unwetterpotenzial entwickeln, so der Deutsche Wetterdienst. Hauptgefahr seien mögliche Überschwemmungen durch heftigen Starkregen, aber auch Hagel und schwere Sturm- oder orkanartige Böen.
Vor dem Wetterumschwung soll es in vielen Regionen Deutschlands aber noch einmal richtig heiß werden. Der DWD rechnet verbreitet mit 30 bis 38 Grad, lokal sogar bis zu 39 Grad im Bereich von Südhessen bis nach Mainfranken. Etwas kühler ist es im Norden bei 27 bis 32 Grad. Am angenehmsten ist es direkt an der Küste, dort klettert das Quecksilber auf 25 bis 30 Grad.
Für NRW sagt der DWD voraus:
- Dienstag (4. August): meist wechselnd bewölkt und ab dem späten Nachmittag örtlich Gewitter mit Starkregen, Hagel und schweren Sturmböen. Lokal unwetterartiger Starkregen wahrscheinlich. Höchstwerte zwischen 31 und 34 Grad, in Hochlagen um 30 Grad. Abseits von Gewittern mäßiger Südwestwind. In der Nacht zum Mittwoch nach Nordosten abziehende Gewitter, nachfolgend gering bewölkt bis klar. Tiefstwerte zwischen 22 und 18 Grad.
- Mittwoch (5. August): heiter bis wolkig, im Tagesverlauf geringe Schauergefahr, einzelne kurze Gewitter nicht ausgeschlossen, meist aber niederschlagsfrei. Temperaturanstieg auf 28 bis 31 Grad, im Hochsauerland um 26 Grad. Mäßiger Wind aus Südwest, im Tagesverlauf auf West drehend. In der Nacht zum Donnerstag meist gering bewölkt bis klar und niederschlagsfrei. Abkühlung auf 17 bis 14 Grad.
- Donnerstag (6. August): wolkig und meist niederschlagsfrei. Höchsttemperaturen zwischen 22 und 26, in höchsten Lagen um 20 Grad. Mäßiger Wind aus West, später Nordwest. In der Nacht weiterhin wolkig und niederschlagsfrei, dabei Abkühlung auf 14 bis 10 Grad.
- Freitag (7. August): heiter bis wolkig und nur geringe Niederschlagsneigung. Höchstwerte zwischen 23 und 26, im höheren Bergland um 18 Grad. Schwacher bis mäßiger Wind, meist aus Nordwest bis Nord. In der Nacht zum Samstag gering bewölkt und niederschlagsfrei. Tiefsttemperaturen zwischen 13 und 7 Grad.
Heißt, es bleibt bei einem Wechsel zwischen Hitze und Gewitter.
Unwetter in NRW sorgen für umgestürzte Bäume und Bahnchaos
In Nordrhein-Westfalen haben lokale Unwetter schon in der Nacht auf Dienstag (4. August) mehrere Züge ausgebremst. So mussten Fahrgäste bei Schwelm mehr als vier Stunden in einem ICE ausharren, weil ein Baum auf die Oberleitung gestürzt war. Nachdem der Baum entfernt worden war, wurde der Zug mit Hilfe einer Diesellok über den inzwischen stromlosen Streckenabschnitt gezogen, ehe er selbst wieder weiterfahren konnte.
Die Bahnstrecke zwischen Mönchengladbach und Aachen ist wegen eines Unwetter-Oberleitungsschadens hingegen weiterhin gesperrt. Dort waren am Montagabend zwischen Rheydt und Lindern Bäume auf die Gleise gestürzt. Zwei Regionalzüge kamen zum Stehen. „Fahrgäste konnten die Züge mit Unterstützung der Rettungskräfte vor Ort sicher verlassen und ihre Reise anschließend mit Bussen fortsetzen“, erklärte ein Bahnsprecher am Vormittag.
Baum stürzt auf Auto – sieben Menschen in Hamburg verletzt
In Hamburg stürzte am frühen Vormittag bei einem Gewitter ein Baum auf ein Auto, in dem sich sieben Menschen befanden. Die vier Erwachsenen und drei Kinder mussten laut Feuerwehr von Rettungskräften aus dem Wagen befreit werden.
Ein Mensch wurde mittelschwer verletzt, die anderen sechs kamen mit leichten Verletzungen davon. Ein Feuerwehrmann vor Ort sagte, die Großfamilie habe „sehr, sehr viel Glück“ gehabt. Das Auto sei lediglich unter der Baumkrone eingeschlossen gewesen.

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Vielerorts sorgten Gewitter mit Starkregen schon am Abend für Abkühlung.
„Superzelle“ verwüstet Ort in Thüringen
In Thüringen wurde nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ein Ort durch eine „Superzelle“ schwer verwüstet. Ob es sich um einen Tornado gehandelt hat, wird nun geprüft. Waren bisher vor allem der Norden und Osten betroffen, werden nun im Laufe des Tages kräftige Gewitter vor allem im Westen und Südwesten erwartet.
Unwetter im Weimarer Land – Stromversorgung kurz unterbrochen
Im südlichen Weimarer Land verursachte am Abend ein Unwetter bei Blankenhain schwere Schäden. Bäume stürzten um, Dächer wurden abgedeckt, Zufahrtsstraßen waren blockiert, wie es von der Rettungsleitstelle hieß. Das Dach einer Reithalle wurde teilweise abgedeckt und ein Spielplatz zerstört. Auch die Stromversorgung war wegen gekappter Stromkabel kurzzeitig unterbrochen.
Ursache war laut DWD eine sogenannte Superzelle, die über den Ort Thangelstedt hinwegzog. Ob es sich eventuell um einen Tornado gehandelt haben könnte, will der Deutsche Wetterdienst nun mit dem Tornadoexpertenverbund Torex klären. (dpa/red)
