Erst die bittere 1:3-Pleite in Cottbus, dann Mega-Frust auf der Heimreise: Für die Fans von Hannover 96 wurde der Sonntag zum Albtraum.
Erst Pleite, dann EvakuierungAlbtraum-Sonntag erinnert an Horror-Trip von FC-Fans

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Die Fans von Hannover 96 erlebten einen Fußballtag zum Vergessen.
Ein Sonntag zum Vergessen für die Anhänger von Hannover 96. Rund 2000 Fans mussten zum Saisonauftakt der 2. Bundesliga eine herbe 1:3-Niederlage bei Aufsteiger Energie Cottbus mitansehen. Doch der Frust über den Fehlstart sollte auf der langen Heimfahrt noch getoppt werden – für alle, die mit der Bahn unterwegs waren, wurde die Rückreise zu einer echten Odyssee.
Der vollbesetzte Regionalexpress (RE2) von Cottbus in Richtung Berlin, in dem sich ein Großteil der Hannover-Fans befand, kam plötzlich zum Stehen. Nur einen Kilometer vor dem Bahnhof Königs Wusterhausen war Schluss. Nach einer kurzen Inspektion durch den Lokführer kam die bittere Durchsage: Ein technischer Defekt an der Lok, die Fahrt kann nicht fortgesetzt werden. Das berichtet „bild.de“.
Zug mit Hannover-Fans evakuiert
Für alle Passagiere hieß es: Raus aus dem Zug! Polizei und Feuerwehr rückten an, um die Evakuierung zu begleiten. Nach einer Stunde Wartezeit mussten die Fahrgäste, darunter die frustrierten 96-Fans, zu Fuß die über 1,5 Kilometer lange Strecke zum Bahnhof in Königs Wusterhausen zurücklegen. Trotz der chaotischen Umstände verhielten sich die Hannover-Anhänger vorbildlich, es kam zu keinerlei Ausschreitungen. Von dort aus ging es dann mit S-Bahnen weiter.
Der Vorfall erinnert an den Bahn-Horror, den vor einem knappen Jahr Fans des 1. FC Köln auf dem Rückweg vom Spiel in Wolfsburg (3:3) erlebten. Bei ihnen ging fast alles schief, was schiefgehen konnte. Erst kam es wegen diverser Probleme auf der Strecke sowohl bei der An-, als auch bei der Abreise zu Verspätungen und Ausfällen. Nach dem spektakulären Spiel mussten die Fans stundenlang am Bahnhof in Wolfsburg ausharren, bis es endlich Richtung Heimat ging.
Dann wurde einer der ICEs, in dem Hunderte FC-Fans saßen, beschädigt, weil er just in dem Moment unter einer Brücke herfuhr, als sich auf dieser ein Autounfall, verursacht durch einen alkoholisierten Fahrer, ereignete. Wahnsinn!
Die Folge: Der Zug musste schließlich (um 3 Uhr morgens!) evakuiert werden. In der Dunkelheit liefen die Menschen über die Gleise bis zum Bahnhof Hannover-Kleefeld, von dort wurden sie dann mit Shuttle-Bussen zum Hauptbahnhof in Hannover gebracht. Zurück in Köln waren sie erst zum Sonntagsfrühstück.
Auch für die Hannover-Fans war es ein Tag voller Pannen, wenn auch längst nicht in dem Ausmaß wie damals bei den FC-Fans. Schon in Cottbus lief einiges schief. Der Anpfiff der Partie musste verschoben werden, weil die Funkverbindung zwischen den Schiedsrichtern nicht funktionierte. In der Halbzeitpause fiel dann auch noch der Strom im Stadion aus – die Anzeigetafel blieb dunkel und die Lautsprecher stumm.
Immerhin: Das nächste Spiel bestreitet Hannover 96 zu Hause, Reiseprobleme dürften damit ausbleiben. Doch sportlich droht nach der Pleite in Cottbus direkt der nächste Dämpfer. Gegner ist Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg, der trotz einer Nullnummer gegen Kaiserslautern als Top-Favorit auf den Aufstieg gilt. Ein handfester Fehlstart in die Saison ist für 96 also durchaus möglich. (red)
