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Wenn die Bombe hochgehtDiese Versicherung zahlt, wenn bei der Entschärfung was schiefgeht

Entschärfte Weltkriegsbombe liegt in einem Wohngebiet

Copyright: Fabian Sommer/dpa/dpa-tmn

Wenn bei der Entschärfung eines Blindgängers doch etwas schiefgeht, können Versicherungen greifen.

Bombenentschärfung: Wer zahlt, wenn etwas schiefgeht?

Sirenengeheul, Blaulicht, Evakuierung. Das ist der Albtraum für viele Menschen in Deutschland. Immer wieder legen Blindgänger aus dem Weltkrieg ganze Viertel lahm, wie die dpa berichtet. Meistens werden sie bei Bauarbeiten entdeckt. Für die Betroffenen beginnt dann das große Bangen: Hoffen, dass die Experten alles im Griff haben.

Aber auch wenn die Profis am Werk sind, eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nie. Ein Funke, eine falsche Bewegung – und es knallt. Was passiert dann? Wer zahlt, wenn bei der Bombenentschärfung etwas kaputtgeht?

Wenn es die eigenen vier Wände trifft

Sollten am Haus selbst Schäden entstehen, zum Beispiel an Wänden, am Dach oder an den Türen, springt normalerweise die Wohngebäudeversicherung ein. Das bestätigt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Das gilt auch, falls durch die Wucht der Explosion Fensterscheiben zu Bruch gehen; auch hier ist der Gebäudeversicherer der richtige Ansprechpartner.

Theoretisch haben Versicherer die Möglichkeit, Zahlungen für Schäden durch Kriegsereignisse oder Entschärfungsaktionen auszuschließen. Laut GDV ist aber bisher kein einziger Fall aus der Praxis bekannt, in dem eine Versicherung die Regulierung solcher Schäden verweigert hätte. Und was ist mit dem Mobiliar in der Wohnung? Wenn eine Detonation das Inventar beschädigt, greift die Hausratversicherung.

Was ist mit Auto und Mensch?

Wer im Evakuierungsbereich wohnt, sollte sein Auto nach Möglichkeit wegschaffen. Aber was, wenn das nicht geht? Der GDV gibt Entwarnung: „Sollte dies ausnahmsweise nicht möglich sein, sind Schäden bei einer möglichen Explosion grundsätzlich über die Teilkaskoversicherung abgedeckt“. Wer also eine Teil- oder Vollkasko hat, kann auf eine Kostenübernahme durch die Versicherung bauen.

Normalerweise werden alle Gebäude im Sperrkreis um die Fundstelle der Bombe geräumt. Sollte es dennoch zu einer Explosion kommen und eine Person wird verletzt – egal ob innerhalb oder außerhalb des abgesperrten Bereichs – ist das ein Fall für die private Unfallversicherung der betroffenen Person. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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