Der Johannes-Giesberts-Park in Köln-Nippes ist seit Freitag gesperrt! Dort suchen Experten nach Blindgängern aus dem Krieg – über 150 Verdachtspunkte gibt es bereits. Die Sperrung soll mehrere Wochen dauern.
Noch mehr Bomben?Stadt sperrt Kölner Park für Wochen – über 150 Verdachtspunkte

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Der Johannes-Giesberts-Park ist seit Freitag (12. Juni) gesperrt. Die Sperrung soll mindestens vier Wochen dauern.

Für Hundebesitzer und Jogger ein Problem – auch der Spielplatz ist dicht!
Der Johannes-Giesberts-Park in Köln-Nippes ist seit Freitag (12. Juni) gesperrt. Der Grund: Unter dem Boden des beliebten Parks könnten noch Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg schlummern – und die müssen gefunden werden.
Johannes-Giesberts-Park in Köln-Nippes gesperrt
Die Stadt Köln hat über die Sperrung bereits im Vorfeld informiert. Jetzt wurde der Park mit Zäunen abgeriegelt. Laut Aushang an den Zugängen bleibt die Anlage mindestens vier Wochen gesperrt – so schreibt es die Kampfmittelverordnung NRW vor. Eine Teilsperrung ist nicht möglich.
Der Park liegt in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Clouth-Werke – ein Industriegelände, das im Krieg massiv bombardiert wurde. Experten des Kampfmitteldienstes gehen davon aus, dass 80 Jahre nach Kriegsende noch immer Blindgänger im Erdreich stecken.
Auf Basis von Luftbildauswertungen und Bodenmessungen haben sich bereits mehr als 150 Verdachtspunkte ergeben. In 14 Fällen vermuten die Fachleute konkret Blindgänger mit einem Gewicht von mehr als 50 Kilogramm.
Diese Verdachtspunkte müssen jetzt aufgegraben und untersucht werden. Erst dann kann die geplante Neugestaltung des Parks beginnen – die die Bezirksvertretung Nippes bereits im Februar 2025 beschlossen hatte.
Der Kampfmitteldienst Rheinland hat den 13. Juli als möglichen Entschärfungstermin ins Auge gefasst. Was das für das Viertel bedeuten könnte: Evakuierung. Wie groß der Sperrkreis ausfällt, hängt von Typ und Masse der gefundenen Bombe ab.
Besonders heikel: Auch die Kinderklinik an der Amsterdamer Straße könnte im Gefahrenbereich liegen. Die Stadt hat angekündigt, rechtzeitig zu informieren.
Die Stadt empfiehlt Hundebesitzern als Alternativen den Nordpark, das Nippeser Tälchen, den Bereich Merheimer Straße/Eckewartstraße sowie den Grüngürtel nordwestlich von Fort X. Auch Joggen ist dort gut möglich.
Sobald die Sondierungsarbeiten abgeschlossen sind, soll die Neugestaltung des Parks zügig starten. Fertig sein soll alles bis spätestens Frühjahr 2027.
Immer wieder werden Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg in Köln gefunden. So wurde am Freitagmorgen eine Bombe in Ossendorf gefunden.
Dabei handelt es sich um eine amerikanische Bombe mit Aufschlagzünder.
