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Hoher Aufwand in AugsburgPoller am Weihnachtsmarkt werden 40 Mal pro Stunde bewegt

Eine Person betrachtet bunte Keramikfiguren an einem Stand auf dem Augsburger Christkindlesmarkt

Bunte Keramik-Tierfiguren auf dem Augsburger Christkindlesmarkt.

Zum Schutz des Christkindlesmarkts in Augsburg hat die Stadt ein neues Sicherheitskonzept eingeführt. Mobile Poller ersetzen die bisherigen Betonquader, was jedoch einen erheblichen logistischen Aufwand für das Personal bedeutet.

In der Maximilianstraße sind erstmals mobile Absperrungen installiert, um die Sicherheitszone des Marktes zu sichern. Jedes Mal, wenn eine Straßenbahn der Linien 1 oder 2 durchfahren will, muss ein 450 Kilogramm schwerer Poller von Sicherheitspersonal zur Seite geschoben werden.

Aufgrund des 7-Minuten-Takts der Bahnen ergibt sich eine enorme Frequenz. Pro Stunde müssen die Poller auf beiden Seiten der Strecke insgesamt bis zu 40 Mal bewegt werden. Das berichtet „t-online“.

Neues Konzept nach Anschlagsgefahr

Die Stadt reagierte mit dem neuen Konzept auf eine Gefährdungseinschätzung aus dem Vorjahr, nachdem Pläne für einen möglichen Anschlag durch einen IS-Sympathisanten bekannt wurden. Die Kosten für den Kauf von acht Pollern und vier Hubwagen beliefen sich auf 250.000 Euro, hinzu kommen Personalkosten im mittleren fünfstelligen Bereich.

Eine zuvor diskutierte komplette Einstellung des Straßenbahnverkehrs während des Marktes wurde verworfen. Laut Ordnungsreferent Frank Pintsch (CSU) stellt die aktuelle Lösung sowohl die Sicherheit als auch den Nahverkehr sicher. Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) kündigte an, dass eine dauerhafte bauliche Lösung, wie etwa versenkbare Poller, erneut geprüft werde. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.