Der Kölner Weihnachtscircus feiert Jubiläum. Zum zehnten Mal haben Katja und Ilja Smitt ein Programm voller Emotion, Musik und Akrobatik zusammengestellt. Viele Prominente schauten sich die Premiere an.
„Zauber der Weihnacht“Circus begeistert Köln – eine Nummer kurzfristig gestrichen
Aktualisiert
Als Spaßmacher und Clown Fraser Hooper eine aufgeblasene XXL-Weltkugel ins Publikum drückt, dazu aus den Lautsprechern der Louis-Armstrong-Hit „What a Wonderful World“ ertönt, ist für einen Moment wirklich alles perfekt.
Das Publikum der Gala-Premiere des zehnten Kölner Weihnachtscircus taucht am Samstagabend (29. November 2025) mitten in eine Welt voller positiver Gefühle, Emotionen, Liebe und Energie. Zum Jubiläum ist im blau-weißen Zelt unter der Zoobrücke wieder ein berührendes und bewegendes Programm entstanden.
10. Kölner Weihnachtscircus: Mehr als 60 Artisten aus 16 Nationen
Zweieinhalb Stunden voller Staunen und Begeisterung. Akrobatische Höchstleistungen, elegante Choreografien und jede Menge Humor – diese Mischung macht den Weihnachtscircus seit zehn Jahren zur Erfolgsgeschichte. Zirkusdirektor Ilja Smitt hat mit seiner Frau Katja, die als Kreativdirektorin für das Programm zuständig ist, mehr als 60 Artisten aus 16 Ländern nach Köln geholt.
Die Show ist voller Höhepunkte und bezaubernder Momente. Umrahmt werden die einzelnen Auftritte vom Show-Ballett in wechselnden Kostümen. Das Duo Butterfly präsentiert seine elegante Akrobatik erstmals außerhalb von China. Mit erstaunlicher Genauigkeit und Beweglichkeit bringt das Duo seine Kunst in die im Nebel gehüllte Manege.
Hoch hinaus geht es für das Duo Daylight. Bei der waghalsigen Akrobatik von Anna und Evgenii an den Strapaten halten viele im Publikum den Atem an. Unter der Zirkuskuppel zeigt auch Genia an seiner schwebenden Stange unglaubliche Körperbeherrschung und Anmut.
Die Crystal Sisters Marina und Svetlana jonglieren in einer perfekt aufeinander abgestimmten Choreografie parallel mit Händen und Füßen. Cirque du Soleil, Circus Roncalli und Circus Knie hatten die Schwestern auch schon im Programm. Die chinesische Truppe Zunay lässt zunächst Tonkrüge durch die Luft fliegen und präsentiert in der zweiten Hälfte ikarische Spiele.
Das Duo Rock’n’Roll zeigt zum Auftakt, dass Rollschuhakrobatik auch auf einem ganz kleinen Podest möglich ist. Der Taiwanese Chuan-Ho ist mit seiner Diabolo-Kunst nach dem umjubelten Gastspiel 2022 wieder dabei. Auch mit Hula-Hoop-Könner Anton Monastyrsky gibt es ein Wiedersehen.

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Das Duo Butterfly ist einer der exklusivsten Acts der Jubiläumsausgabe. Erstmals sind die beiden Akrobaten außerhalb von China live zu erleben.
Zwischen den ganzen akrobatischen Höchstleistungen sorgen auch immer wieder lustige Momente für Begeisterung. Leonid Beljakov hat seinen Boxer Klitschko dabei und sorgt mit seiner Hunderevue für einen kölschen Moment. Vorgeführt wird die Nummer nämlich zum Höhner-Song „Nein, heute nicht“. Bei der Höhner Rockin' Roncalli-Tour gab es diese Kombination bereits vor zwölf Jahren zu sehen.
Konstantin Muraviev mischt akrobatisches Talent mit Humor und zeigt, wie Bewegung im Rhönrad auf dem Weg zur Traumfigur hilft. Leider macht das Bier, das ihm Conférencier Markus Köllner nach der Nummer reicht, den Erfolg schon wieder zunichte.

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Leonid Beljakov sorgte mit seinen Hunden für gute Laune beim Publikum. Außerdem brachte er eine kölsche Note in die Show.
Star der Show ist der Neuseeländer Fraser Hooper, der gleich mehrere Auftritte hat. Mal quetscht er sich mit Giga-Rucksack durch die Publikumsreihen. Dann begeistert er die Kinder mit seiner ferngesteuerten Plastikente. Schließlich holt er sich unter anderem Fernsehmoderator André Gatzke für einen ungleichen Boxkampf auf die Bühne.
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Nach über 35 Jahren Erfolg auf fünf Kontinenten feiert der Weltstar des Lachens im Weihnachtscircus sein lang ersehntes Deutschland-Debüt. Wortlos, mit starker Mimik und schrägen Tänzen erinnert der Mann mit der Melone auf dem Kopf durch seinen Minimalismus an Charlie Chaplin.
Eine Nummer musste kurzfristig aus dem Programm genommen werden. Der Auftritt der Truppe von Mustafa Danguir wurde von Ilja Smitt gestrichen. „Die beiden Todesräder, die uns geliefert wurden, waren einfach Schrott“, sagte er zu EXPRESS.de. „Das war mir bei dieser gefährlichen Nummer zu unsicher.“

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Komiker und Clown Fraser Hooper schoss die aufgeblasene Weltkugel ins Publikum und machte den Gästen so eine Freude.
Doch der Ersatz fasziniert ebenso. Die sechs Artisten um Olympiasieger Anton Yakubovskii springen auf dem Doppeltrampolin in leuchtenden LED-Anzügen sogar durch eine Wand. Auch dabei zeigt sich, wie die passende Musik und die richtigen Lichteffekte die Wirkung der einzelnen Kunststücke verstärkt.
Die große Premiere sorgte auch wieder für einen Andrang der Stars. Comedian Guido Cantz (54) ist ein Fan des Weihnachtscircus. „Hier erlebt man den Ursprung des Showgeschäfts und wird in Kindheitserinnerungen zurückversetzt“, sagte er zu EXPRESS.de.

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Die Truppe Zunay aus China präsentierte die Disziplin des „Pot Juggling“.
„Bei den akrobatischen Nummern habe ich immer Angst, dass was passiert. Außerdem bin ich ein wenig neidisch auf die Körper der Künstler. Ich mag es auch, wenn das Publikum viel zu lachen hat und ich mal nicht dafür zuständig bin.“
Radiomoderator Olli Briesch (50) kam mit Familie und läutete so offiziell die Weihnachtszeit ein. „Ich habe tagsüber schon Laub geharkt, Sterne im Haus aufgehängt. Diese Show ist nun der endgültige Kick in die besinnliche Zeit“, sagte er.
10. Kölner Weihnachtscircus: 52 Shows bis zum 4. Januar 2026
Dass die Adventszeit aber auch ganz schön stressig sein kann, deutete Schauspielerin Janine Kunze (51) im EXPRESS.de-Gespräch an. „Vor Weihnachten ist ja doch immer viel los. Aber diese Show verzaubert einen und führt in eine andere Welt. Da komme ich wunderbar zur Ruhe und inhaliere regelrecht den Zauber der Weihnacht“.
Insgesamt 52 Vorstellungen des Kölner Weihnachtscircus stehen noch bis zum 4. Januar 2026 an. Außerdem geht der Blick bereits auf die elfte Ausgabe. Da wird dann der portugiesische Starclown César Dias dabei sein.

