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Erschreckende Bilanz2022 für LGBTQI-Community gewalttätigstes Jahr seit einem Jahrzehnt

Die Regenbogenfahne steht für Vielfalt und gilt als ein Zeichen gegen Diskriminierung von queeren Menschen.

Die Regenbogenfahne steht für Vielfalt und gilt als ein Zeichen gegen Diskriminierung von queeren Menschen. Der Jahresbericht von ILGA-Europe zeigt einen abnehmenden Trend in der Toleranz gegenüber der LGBTI-Community.

Laut dem jüngsten Bericht von ILGA-Europe nimmt die Gewalt gegen Menschen der LGBTI-Community in Europa und Zentralasien zu.

Am 20. Februar 2023 veröffentlichte die ILGA-Europa den Jahresbericht für 2022 der LGBTIQ-Community. Erschreckende Zahlen wurden festgehalten: Die Gewaltwelle gegenüber Menschen der Community hat rapide zugenommen! Somit war das Jahr 2022 das gewalttätigste Jahr für LGBTIQ-Personen in den letzten zehn Jahren. Die ILGA-Europe ist ein Dachverband, welcher sich für gleiche Rechte für lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle und intersexuelle Personen in Europa und Zentralasien einsetzt.

„Die Gewalt gegen LGBTIQ-Personen hat nicht nur stark zugenommen, sondern auch das Ausmaß dieser Gewalt“, heißt es in dem Bericht nüchtern. Angesichts des toxischen und sogar tödlichen Umfelds nehmen Hassverbrechen gegen LGBTQ-Personen zu und werden in vielen Ländern als „beispiellos“ bezeichnet. Neben den steigenden Raten von Hassverbrechen gibt es auch mehr gemeldete Selbstmorde.

Bildungsstätten als neues Schlachtfeld bezeichnet

„Es gibt einen anhaltenden Trend zu immer mehr Hassreden, von denen sich viele auf Trans-Personen beziehen“. Die Bildung gilt als „Schlachtfeld des Widerstands gegen LGBTIQ-Menschen und deren Rechte“, heißt es in dem Bericht. Die Fortschritte in der Sexualerziehung werden jedoch „auf einer grundlegenden Ebene infrage gestellt“.

Alles zum Thema LGBTQI+

Die Zunahme von Hassreden, insbesondere von transphoben Reden, wurde mit einer „feindseligen Medienberichterstattung“ in Verbindung gebracht. Die Trans-Gemeinschaft ist besonders besorgt, da die hasserfüllte Rhetorik in einem feindseligen Klima kulminiert hat.

Eine positive Nachricht ist, dass es mehr Gerichtsverfahren gibt, in denen Hassverbrechen und Hassreden erfolgreich verfolgt werden. Katrin Hugendubel, Advocacy-Direktorin bei ILGA-Europe, merkte an: „LGBTIQ-Aktivisten sind die zentralen Akteure in den Ländern, in denen Fortschritte gemacht wurden.“ Allerdings wird die Arbeit von Aktivisten und Aktivistinnen und Menschenrechtsverteidigern „zunehmend durch Angriffe und Einschränkungen des zivilgesellschaftlichen Raums belastet“.

Die Exekutivdirektorin von ILGA-Europe, Evelyne Paradis, teilte mit, dass sie davor gewarnt habe, dass die Zunahme von Hassreden in tatsächliche physische Gewalt umschlagen würde. „Fortschrittliche Politiker müssen effektive Wege finden, um Hassreden in all ihren Formen zu bekämpfen.“ „Dieses Phänomen tritt nicht nur in Ländern auf, in denen Hassreden weit verbreitet sind, sondern auch in Ländern, in denen weithin angenommen wird, dass LGBTIQ-Personen zunehmend akzeptiert werden“, so Paradis weiter.

Die Direktorin warnt davor, dass diese Berichte Ursache und Wirkung aufzeigen, die nicht ohne Maßnahmen abnehmen werden. „In der gegenwärtigen Situation müssen fortschrittliche Politiker wirksame Wege finden, um Hassreden in all ihren Formen zu bekämpfen, anstatt sich in der Defensive zu befinden und Mitgefühl für die Familien der unnötig Ermordeten oder derjenigen, die sich das Leben genommen haben, zu bekunden, während der Hass weiterhin gefördert und ausgenutzt wird.“ Es bleibt zu hoffen, dass der nächste Bericht „positiver“ ausfällt.