Anklage erhoben Teckelclub aus NRW soll Tiere fürs Training gequält haben

Drei Rauhaardackel schauen am 24. September 2004 aus dem Kofferraum eines Autos in Hamburg.

Gegen einen Teckelclub aus Lemgo hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Tierquälerei erhoben. Unser Symbolfoto von 2004 zeigt drei Dackel (die Hunde werden auch „Teckel“ oder Dachshund genannt) in Hamburg. Zum aktuellen Fall aus Lemgo gibt es keinerlei Bezug.  

Die Staatsanwaltschaft Detmold hat Anklage gegen einen Teckelclub in Lemgo wegen des Verdachts der Tierquälerei erhoben. Für die Hundeausbildung sind offenbar Füchse gequält worden.

Detmold. Nachdem die Tierschutzorganisation Peta Strafanzeige wegen Tierquälerei gegen den Teckelclub in Lemgo (Kreis Lippe) erstattet hatte, erhob nun die  Staatsanwaltschaft Detmold entsprechend Anklage gegen den Hundeclub.

Es sei davon auszugehen, dass dort Füchse durch eine eigens angelegte Labyrinth-Anlage gehetzt worden seien, um Jagdhunde zu trainieren, sagte Oberstaatsanwalt Ralf Vetter am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Teckelclub aus NRW: Füchse in Schliefenanlage gequält?

Diese Behandlung von Füchsen in der vom Club betriebenen sogenannten Schliefenanlage bedeute nach Auffassung der Staatsanwaltschaft einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Zuvor hatte der Westdeutsche Rundfunk berichtet.

Ein gut 20-minütiges Video, das schon vom November 2018 stamme, belege eine solche Hetzjagd mit einer Füchsin, schilderte der Oberstaatsanwalt.

Die Jagd durch eine derartige Anlage führe zu erheblichem Stress, zu panischen wie apathischen Reaktionen und Todesängsten bei den Wildtieren.  Im Rahmen der Ermittlungen habe man auch einen Experten der Tierärztlichen Hochschule Hannover als Sachverständigen hinzugezogen. (dpa)

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