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ErdüberlastungstagDeutschland hat schon jetzt alle Ressourcen für 2026 aufgebraucht

Deutschland hat natürliche Ressourcen für 2026 aufgebraucht

Copyright: -/NASA/dpa

Der Erdüberlastungstag wird von der Organisation Global Footprint Network berechnet. (Handout)

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Erdüberlastungstag: Deutschland lebt ab sofort auf Kredit.

Schon wieder ist es so weit: Deutschland lebt ab diesem Sonntag (10. Mai) auf Kredit. Rein kalkulatorisch sind alle Ressourcen, die uns für das gesamte Jahr 2026 zur Verfügung stehen, bereits verbraucht. Ein alarmierendes Zeichen, das zum Nachdenken anregt.

Die Organisation Global Footprint Network ermittelt diesen sogenannten Erdüberlastungstag jedes Jahr neu. Das Ergebnis für uns ist erschreckend: Wenn die ganze Welt einen Lebensstil wie in Deutschland pflegen würde, wären die Reserven des Planeten schon vor Ende April am Ende.

Aber was sind die Gründe dafür? Laut dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) ist der enorme Verbrauch fossiler Brennstoffe ein Hauptproblem. Als größte Treiber des Ressourcenhungers gelten energieintensive Industrien, der Bausektor, der Verkehr auf den Straßen und die Massentierhaltung.

Die Konsequenzen aus diesem Raubbau sind keine ferne Theorie mehr. Extreme Trockenheit, heftige Unwetter oder die immer drückendere Hitze in den Sommern – das alles erleben die Menschen auch bei uns hautnah.

BUND-Chef Bandt schlägt Alarm

Olaf Bandt, Vorsitzender des BUND, nimmt kein Blatt vor den Mund: „Unser aktueller Lebens- und Wirtschaftsstil ist nicht zukunftsfähig“, so seine klare Ansage. Er kritisiert: „Anstatt umzuschwenken auf Erneuerbare, setzen wir weiter auf Kohle, Öl und Gas.“ Sein Lösungsansatz: Energie aus Sonne und Wind, der Einsatz von Wärmepumpen und die Nutzung von kleineren, effizienten Elektrofahrzeugen. Damit ließen sich Autonomie, Verlässlichkeit und der Schutz des Klimas erreichen.

Späteres Datum? Kein Grund zur Freude!

2025 war der Stichtag für Deutschland schon am 3. Mai erreicht. Auf den ersten Blick scheint es eine gute Nachricht zu sein, dass sich das Datum 2026 um eine Woche nach hinten verlagert hat. Doch die Hoffnung auf eine echte Besserung wird schnell zunichtegemacht.

Die Verschiebung ist stattdessen eine Folge von neuen Datensätzen und angepassten Kalkulationsverfahren. Ein reiner Zahlentrick also, der an der dramatischen Situation rein gar nichts ändert. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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