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Alarm am BodenseeUrlaubs-Paradies trocknet aus – historischer Tiefstand droht

Untiefe mit Unterwasserpflanzen im Gewässer

Copyright: IMAGO / imagebroker

Untiefe mit Unterwasserpflanzen im Gewässer

Ebbe im Schwäbischen Meer! Für Touristen, die Schifffahrt und die Natur wird die Lage immer ernster.

Am größten Binnengewässer der Bundesrepublik herrscht Ausnahmezustand! Der Wasserpegel im Bodensee ist so niedrig wie lange nicht zu diesem Zeitpunkt im Jahr. Die Konsequenzen für den Tourismus, die Schifffahrt und die Fauna sind gravierend. Ein nie dagewesener Tiefstwert rückt in greifbare Nähe.

Die Messwerte sind alarmierend: In Konstanz zeigt der Pegel momentan lediglich 305 Zentimeter an. Dieser Wert liegt volle 66 Zentimeter unter dem Mittelwert, der für diesen Zeitraum üblich ist. Laut Angaben der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) wurde ein vergleichbar geringer Pegel das letzte Mal vor 15 Jahren registriert. Das berichtet „t-online“.

Lange Märsche zum Wasser, Schifffahrt in Bedrängnis

Die Folgen sind nicht zu übersehen. Ein Steg am Konstanzer Hörnle, einem gut besuchten Badestrand, ragt nun über trockenes Land, wo er normalerweise im See endet. Gegenüber dem SWR erklärte eine Badegästin, dass man bis zu 50 Meter zurücklegen muss, um überhaupt bis zur Hüfte nass zu werden.

Ebenso kämpft die Schifffahrt mit gewaltigen Schwierigkeiten. Ihren Betrieb reduzieren muss die Gesellschaft Untersee und Rhein (URh). Ihre Anlegestelle bei der Insel Mainau mussten die Frey Meersburger Bootsbetriebe verlegen. Wegen der Verschlammung in den Hafenbecken ist der Betrieb von Tret- und Ruderbooten unmöglich, während Segel- und Yachthäfen teils zu weniger als einem Drittel ausgelastet sind.

Drama in der Tierwelt: Trockenheit bedroht Nachwuchs

Für die Fauna ist die Situation besonders dramatisch. Vogelarten wie Blässhühner und Haubentaucher suchen vergeblich nach Nistplätzen, weil die Uferzonen ausgetrocknet sind. Die Folge ist, dass die Vögel auf die Paarung verzichten. Fachleute gehen davon aus, dass zum Beispiel Haubentaucher in diesem Jahr womöglich nur eine Brut anstatt der üblichen zwei aufziehen können.

Aber was steckt hinter dieser extremen Dürre? Eine Sprecherin der LUBW erklärt den Grund als eine fatale Mischung: Dieses Jahr gab es weniger Schneefall als üblich, und obendrein fiel in den vergangenen Monaten kaum Niederschlag. „Beides zusammen führt dazu, dass der Alpenrhein, der Hauptzufluss des Bodensees, aktuell unterdurchschnittlich Wasser führt.“

Zwar erwarten die Fachleute der LUBW wegen der Schneeschmelze bei der derzeitigen Wärme einen geringfügigen Anstieg, dieser dürfte jedoch kleiner als gewöhnlich ausfallen. Fest steht: Einzig langanhaltender und flächendeckender Niederschlag kann den Wasserstand wieder normalisieren. Sollte der Regen weiterhin ausbleiben, so könnte der Pegel laut SWR-Informationen sogar die Drei-Meter-Marke unterschreiten. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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