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Plastik, Schrott, TierkadaverDieser Fluss stirbt im Dreck

Diese Luftaufnahme zeigt tonnenweise Abfall, welcher am Donnerstag den Fluss Drina in Visegrad blockiert.

Diese Luftaufnahme zeigt tonnenweise Abfall, welcher am Donnerstag den Fluss Drina in Visegrad blockiert.

Aktualisiert

Ekel-Alarm: Ein riesiger, stinkender Müllteppich bedeckt die Drina in Bosnien.

In der Nähe der ostbosnischen Stadt Višegrad hat sich wieder eine gewaltige, schwimmende Müllhalde aufgetan. Starke Regenfälle und anschließendes Hochwasser haben Unmengen an Abfall von illegalen Deponien entlang der Ufer in den Fluss Drina geschwemmt. Dort sammeln sich nun Plastik, Holz, Metall, ausgediente Haushaltsgeräte, Tierkadaver sowie medizinische Abfälle. Besonders an einem Wasserkraftwerk oberhalb der Stadt entsteht so eine Müllfläche von mehreren Tausend Quadratmetern. Diese schockierenden Bilder erregen international großes Aufsehen, auch deutsche Medien berichten darüber.

Višegrad: Eine schwimmende Müllhalde auf der Drina lässt das Umweltproblem eskalieren

Diese Luftaufnahme zeigt tonnenweise Abfall, welcher am Donnerstag den Fluss Drina in Visegrad blockiert.

Diese Luftaufnahme zeigt tonnenweise Abfall, welcher am Donnerstag den Fluss Drina in Visegrad blockiert.

Das Zustandekommen dieser schwimmenden Müllhalde ist auf verschiedene strukturelle Schwierigkeiten zurückzuführen. In zahlreichen ländlichen Gebieten Bosniens gibt es keine funktionierende Müllabfuhr, weshalb Abfall oft illegal entsorgt wird. Wenn Hochwasser oder die Schneeschmelze einsetzen, gelangen diese Abfälle in Bäche und Flüsse. Staudämme fungieren dann als Hindernisse, an denen sich der Unrat sammelt und innerhalb kurzer Zeit enorme Ausmaße annimmt.

Die Wurzeln der Müllkrise: Illegale Deponien und Flutwasser

Diese Luftaufnahme zeigt tonnenweise Abfall, welcher am Donnerstag den Fluss Drina in Visegrad blockiert.

Diese Luftaufnahme zeigt tonnenweise Abfall, welcher am Donnerstag den Fluss Drina in Visegrad blockiert.

Die Auswirkungen auf die Umwelt sind gravierend. Schätzungsweise 5.000 bis 10.000 Kubikmeter Abfall bedrohen Fische, Vögel sowie andere im Wasser lebende Tiere. Zusätzlich gelangen giftige Stoffe und Mikroplastik in das Flusssystem. Anwohner und Anwohnerinnen beschweren sich über den Gestank und unhygienische Zustände. Weil die Drina in größere Ströme fließt, besteht die Sorge, dass die Verunreinigung weit über die Gegend hinausgetragen wird und somit auch andere Staaten in Mitleidenschaft zieht.

Diese Luftaufnahme zeigt tonnenweise Abfall, welcher am Donnerstag den Fluss Drina in Visegrad blockiert.

Diese Luftaufnahme zeigt tonnenweise Abfall, welcher am Donnerstag den Fluss Drina in Visegrad blockiert.

Es finden zwar regelmäßig Aufräumaktionen statt, bei denen der Unrat mit schwerem Gerät beseitigt wird, aber das Problem wiederholt sich beinahe jedes Jahr. Umweltorganisationen bemängeln fehlenden politischen Willen und erinnern daran, dass schon 2019 grenzüberschreitende Lösungen versprochen wurden, ohne dass sich die Situation merklich gebessert hätte. Sie verlangen nachhaltige Schritte, wie den Ausbau der Abfallentsorgung, die Schließung illegaler Müllkippen und schärfere Überwachungen. Ohne tiefgreifende Veränderungen könnte die schwimmende Müllhalde von Višegrad zu einem beständigen Sinnbild für ungelöste Umweltprobleme werden. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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