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Sturm und meterhohe WellenUnwetter am Mittelmeer fordert Menschenleben

Aktualisiert

Meterhohe Wellen, ein Milliardenschaden und mehrere Tote – das ist die Bilanz des heftigen Unwetters am Mittelmeer.

Bei schweren Unwettern ist auf Italiens Mittelmeerinseln und an der Küste nach Schätzungen der Behörden Sachschaden in Milliardenhöhe entstanden.

Allein auf der größten Insel Sizilien werden die Schäden auf etwa 740 Millionen Euro beziffert. Auch auf Sardinien - ebenfalls jeden Sommer Ziel von vielen Touristen auch aus Deutschland - richteten hohe Wellen, Böen und schwerer Regen erhebliche Zerstörungen an. An der Festlandküste war insbesondere die Region Kalabrien im Süden des Landes betroffen.

Winde mit Geschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde

Der Sturm war in den vergangenen Tagen über die Inseln und die Küste hinweggezogen. Auf Sizilien wurden in verschiedenen Küstenorten die Strände völlig überspült. In den Straßen stand das Wasser kniehoch.

In mehreren Restaurants gingen durch enorme Wellen die Scheiben zu Bruch. Auf der am Meer verlaufenden Eisenbahnstrecke zwischen Messina und Catania wurde der Boden weggespült, so dass die Gleise nun praktisch in der Luft hängen. Berichtet wurde von 16 Meter hohen Wellen.

Der Regionalpräsident von Sizilien, Renato Schifani, kündigte Soforthilfen in Höhe von insgesamt mehr als 140 Millionen Euro an. Auf Sardinien sprachen die Behörden ebenfalls von Schäden in Höhe von mehreren Hundert Millionen Euro. Betroffen waren auch kleinere Inseln wie Lipari oder Stromboli.

Auch in anderen Anrainerländern des Mittelmeers sowie auf der Insel Malta hatte der Sturm erheblichen Schaden angerichtet. In Griechenland kamen mindestens zwei Menschen ums Leben. Das berichteten griechische Medien. In der südlichen Ägäis herrschten Winde mit Geschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde.

Der Fährverkehr brach zusammen. Ein Beamter der Küstenwache rutschte während einer Kontrolle auf der Halbinsel Peloponnes aus. Er fiel ins Meer und ertrank, wie die Nachrichtenagentur ANA-MPA meldete. In Athen wurde eine Frau von den Wassermassen erfasst und tödlich verletzt. (dpa)

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