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Tierheime schlagen AlarmKosten explodieren – immer mehr Tiere werden ausgesetzt

Tierarzt - Praxis

Copyright: Patrick Pleul/dpa

Tierheime beklagen höhere Kosten bei der Behandlung von Tieren. (Symbolbild)

Die Lage ist ernst: Die neuen Gebühren für Tierärzte bringen die Heime an ihre Grenzen.

Tierheime vor dem Kollaps: „In vielen Heimen wäre längst das Licht aus“ – Neue Tierarzt-Rechnungen sind eine Katastrophe. Für die Tierasyle in Deutschland wird die Luft immer dünner. Eine aktuelle Erhebung vom Deutschen Tierschutzbund legt die verheerenden Auswirkungen der erhöhten Veterinärgebühren offen. Die Ausgaben schießen in die Höhe, seit am 22. November 2022 eine angepasste Gebührenordnung für Tierärzte wirksam wurde.

Laut einer Meldung der dpa haben beinahe 80 Prozent der teilnehmenden Organisationen angegeben, dass ihre finanziellen Belastungen seither um 30 bis 50 Prozent, in manchen Fällen darüber hinaus, zugenommen haben. Die Folgen sind erschütternd: Zunehmend mehr Halter in Notlagen ersuchen die Heime um finanzielle Unterstützung. Noch dramatischer: Laut der Umfrage müssen 60 Prozent der Tierasyle eine wachsende Zahl an Tieren versorgen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit von ihren Besitzern im Stich gelassen wurden.

Tierschutz-Präsident: „Licht aus“ ohne Spenden

Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, spricht Klartext: „Ohne Spenden wäre in vielen Tierheimen längst das Licht aus.“ Er bemängelt, dass die Ausgaben für aufgefundene Tiere von den Gemeinden nicht komplett übernommen werden und auch aus Berlin keine Unterstützung fließt.

Im Jahr 2022 erhöhten sich die Veterinärgebühren nach Angaben des Tierschutzbundes durchschnittlich um 22 Prozent. Zwar sind manche Posten, etwa das Röntgen, günstiger geworden. Andere gängige Prozeduren belasten die Kassen aber erheblich. So schlägt eine Ultraschalluntersuchung nun mit 58,92 Euro zu Buche, während davor 42,34 Euro verlangt wurden.

Tierärztekammer verteidigt die Erhöhung

Der Tierschutzbund positioniert sich prinzipiell nicht gegen die Neuregelung der Gebühren. Diese sei ein bedeutender Schritt, um die Versorgung durch Tierarztpraxen und Notfallkliniken im ganzen Land zu sichern. Von der Bundestierärztekammer wurde die Gebührenanpassung seinerzeit als „überfällig“ eingestuft, wobei auf die höheren Ausgaben der Praxen hingewiesen wurde.

Allerdings traf der Zeitpunkt, in Kombination mit den explodierenden Preisen für Futter und Energie, die Tierheime sowie Halter besonders hart. Der Tierschutzbund, dessen Online-Umfrage 501 Organisationen umfasste, kündigt an, sich bei der anstehenden Überprüfung der Gebührenordnung im Jahr 2026 für eine finanzielle Entlastung der Tierschutzvereine starkzumachen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Das Foto zeigt den Eintrag zum Begriff Coming-out im Duden.

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