Putzmittel selber machen Einfach, günstig und umweltschonend

Putzmittel selber machen: Neben Zitronen gibt es noch einige andere Mittel, mit denen herkömmliche Reiniger ersetzt werden können.

Putzmittel selber machen: Neben Zitronen gibt es noch einige andere Mittel, mit denen herkömmliche Reiniger ersetzt werden können.

Putzmittel selber machen, ist nicht nur umweltfreundlich, sondern auch ganz leicht. Wir verraten, mit welchen fünf Hausmitteln sich fast jeder Reiniger selber herstellen lässt.

Viele Deutsche kaufen Reinigungsmittel aller Art beim Discounter, im Supermarkt oder in der Drogerie, anstatt sie selbst herzustellen. Dabei ist es gar nicht so schwierig, Putzmittel selber zu machen.

Man könnte meinen, es gibt für jeden Raum, für jede Oberflächenart ein spezielles Reinigungsprodukt – oder auch gleich mehrere. Und nur, wenn man exakt diese Produkte verwendet, erstrahlt alles wieder in neuem Glanz. Wegen der (vermeintlichen) Exklusivität der Mittel zahlt man dafür schnell ein kleines Vermögen – und kauft zudem aggressive und umweltschädliche Inhaltsstoffe.

Dabei ist es ganz einfach, dauerhaft auf selbst hergestellte Reinigungsmittel umzusteigen. Meist hat man sogar schon alles zu Hause und kann aus einigen simplen Hausmitteln einen Allzweckreiniger herstellen.

Wir verraten die besten Tipps und Rezepte, mit denen sich aus Natron, Essig, Soda, Kernseife und Zitronensäure Putzmittel selber machen lässt.

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Warum Putzmittel selber machen? 

Wichtig zu wissen: Im Hinblick auf einen schonenden Umgang mit Ressourcen ist es besser, angefangene Produkte erst einmal aufzubrauchen, auch wenn es sich um Chemiekeulen handelt. Ersetzt man gekaufte Reinigungsmittel nach und nach gegen DIY-Reiniger, entstehen direkt mehrere Vorteile:

  • Das Mixen geht schnell, da meistens nur wenige Zutaten benötigt werden.
  • Die Zutaten hat man oft schon zu Hause – und wenn nicht, bekommt man sie unkompliziert in vielen Discountern, Super- und Drogeriemärkten.
  • Die Kosten sind gering. Häufig kostet ein selbstgemachter Reiniger weniger als einen Euro.
  • Herkömmliche Reinigungsmittel enthalten teilweise aggressive Chemikalien, die weder gut für die Umwelt noch für den Menschen sind. Setzt man auf DIY-Reiniger, weiß man ganz genau, was drin ist.
  • Es bietet sich an, das selbstgemischte Reinigungsmittel in eine Glas- oder bereits vorhandene Plastikflasche zu füllen. So lässt sich dauerhaft eine Menge Müll vermeiden.
  • Statt dem Irrglauben zu unterliegen, man brauche für jeden Anwendungsfall ein eigenes Mittel, kann man sich auf einige wenige Rezepte beschränken. So hat man nicht nur mehr Geld im Portemonnaie, sondern auch mehr Platz im Schrank.

Putzmittel selber machen: Welches Hausmittel eignet sich wofür?

Die vier wichtigsten Hausmittel für DIY-Reiniger sind Essig bzw. Zitronensäure, Kernseife, Natron und Soda. Auch wenn diese Bestandteile sicherlich haut- und umweltfreundlicher sind als einige gekaufte Produkte, ist dennoch etwas Vorsicht bei der Mischung geboten, besonders im Umgang mit Soda.

  • Essig, Essigessenz, Zitronensäure: Diese drei Mittelchen werden gerne gegen Kalk-Ablagerungen eingesetzt, zum Beispiel an den Metallstäben im Wasserkocher oder im Inneren der Kaffeemaschine. Auch an Armaturen setzt sich Kalk schnell fest. Essig, Essigessenz und Zitronensäure können außerdem den Weichspüler in der Waschmaschine ersetzen.
  • Kernseife: Die Seife besteht aus vielen verschiedenen Fetten, riecht aber – im Gegensatz zu anderen Seifen – völlig neutral. Kernseife ist oft in selbstgemachten Reinigungsmitteln enthalten. Sie löst zuverlässig (Fett-)Flecken und eignet sich zur Reinigung von glatten Oberflächen und Textilien. Eine nützliche Info am Rande: Auch zur Körperpflege und gegen Pflanzenschädlinge wird Kernseife eingesetzt.
  • Natron: Auch Natron kann vielseitig eingesetzt werden – nicht nur beim Putzen. Besonders in Verbindung mit anderen Bestandteilen, wie Essig oder Kernseife, ist Natron ein Allzweckreiniger. Neben der säubernden Wirkung (auch bei Textilien) neutralisiert es Gerüche und macht verstopfte Abflüsse wieder frei.
  • Soda: Genau wie Natron kümmert sich Soda um Flecken in Textilien, verstopfte Abflüsse und die Oberflächenreinigung. Jedoch gibt es entscheidende Unterschiede zwischen Natron und Soda, die unbedingt bedacht werden müssen.

Die besten Tipps gegen Flecken:

Natron und Soda: Wo ist der Unterschied?

Natron kann ohne Bedenken sowohl zum Backen als auch zum Putzen verwendet werden. Chemisch korrekt heißt Natron Natriumhydrogencarbonat, schmeckt salzig und ist wegen des pH-Werts von 8,5 leicht basisch.

Verwirrend ist, dass Natron auch unter dem Namen Backsoda erhältlich ist. Begriffe wie Speisenatron oder Backnatron sind ebenfalls nicht unüblich.

Echtes Soda hingegen wird auch Waschsoda oder Kristallsoda genannt und ist nur zum Putzen geeignet, da es Hautreizungen hervorrufen kann. Weil es in Verbindung mit anderen Stoffen stärker reagiert als Natron, hat es einen wirksameren Reinigungseffekt. Soda ist ein basischer Stoff mit einem pH-Wert von 11,5 und schmeckt nach Seife (bitte nicht prüfen!).

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Umweltfreundliche Putzmittel selber machen: So geht's

  • Abflussreiniger selber machen: 2 EL Soda in den verstopften Abfluss geben und mit 100 ml Wasser nachspülen. Nach etwa einer Stunde mit warmen Wasser nachspülen.
  • Allzweckreiniger selber machen: 250 ml Wasser mit 25 g Zitronensäure vermischen und einen Schuss Öko-Spülmittel dazu geben.
  • Backofenreiniger selber machen: Natron und Wasser zu einer Paste vermischen und auf das eingetrocknete Fett aufragen. Die Reste abwischen, sobald das Natron getrocknet ist.
  • Badreiniger selber machen: Zitronenschalen in ein Schraubglas geben und mit Essig bedecken. Zwei Wochen ziehen lassen, dann durch ein Sieb abgießen und im Verhältnis 2:1 mit Wasser auffüllen.
  • Glasreiniger selber machen: 100 ml Wasser mit 100 ml Ethanol und 2 Esslöffeln Essig vermischen.
  • WC-Reiniger selber machen: 5 EL Zitronensäure mit einem EL Natron vermischen und in der Toilette verteilen. 15 Minuten einwirken lassen und anschließend abspülen.

Je nachdem können bei der Herstellung der DIY-Reiniger auch Orangenschalen, Zitrone oder Lavendel verwendet werden, damit das Putzmittel einen frischen Duft bekommt. Ätherische Öle können den gleichen Effekt erzielen, sollten aber sparsam eingesetzt werden, da sie schädlich für Wasserorganismen und damit nicht per se umweltfreundlich sind.

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