Ermittlungen nach Störung im Rhein-Erft-Kreis: Gab es einen gezielten Angriff auf das Umspannwerk? Die Polizei steht mit Amprion und RWE im Austausch – die Hintergründe bleiben unklar.
Verdacht auf StraftatGezielter Angriff? Störung im Umspannwerk Bergheim

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Kriminaltechniker und Polizisten sind in der Nacht zu Mittwoch (2. September) in der Umgebung um das Umspannwerk Bergheim im Einsatz. F
Nach einer Störung an einem Umspannwerk in Bergheim (Rhein-Erft-Kreis) am Dienstagabend (1. September) geht die Polizei von einer vorsätzlichen Tat aus.
„Wir gehen nach aktuellem Ermittlungsstand nicht von einem technischen Defekt, sondern von einer vorsätzlichen Tat, einer Straftat, aus“, sagte ein Sprecher der Polizei Essen auf Anfrage. Ursache und Hintergründe seien noch unklar. Die Polizei Essen hat die Ermittlungen übernommen und tauscht sich nach eigenen Angaben eng mit Amprion und dem Netzbetreiber RWE aus.
Alarm in Bergheim-Rheidt: mehrere Leitungen ausgefallen
Die Polizei war dem Sprecher zufolge am Dienstagabend gegen 20 Uhr wegen einer technischen Störung zu dem Umspannwerk im Bergheimer Ortsteil Rheidt gerufen worden. Durch einen Kurzschluss seien mehrere Leitungen ausgefallen. Zu einem Ausfall der allgemeinen Stromversorgung kam es nach bisherigen Erkenntnissen nicht. Das Werk gehört zum Energieversorger Amprion, der den Vorfall bestätigte.
Erst am Dienstagmorgen hatten Unbekannte nahe dem Kohlekraftwerk Jänschwalde in Brandenburg versucht, Kurzschlüsse an Höchstspannungsleitungen auszulösen. In zwei Fällen gelang dies nach Behördenangaben. Die Polizei ermittelt wegen Sabotage. In den vergangenen Monaten gab es weitere Vorfälle an der Strominfrastruktur. So zündeten im Januar mutmaßlich linksextreme Täter Starkstromleitungen nahe einem Kraftwerk im Südwesten Berlins an. (dpa/red)
