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Versuchter Anschlag in BrandenburgBericht: Größtes Kraftwerk mit Raketen beschossen

Blick auf das Kohlekraftwerk Jänschwalde in Brandenburg.

Copyright: IMAGO/Andreas Franke

Blick auf das Kohlekraftwerk Jänschwalde in Brandenburg.

Aktualisiert:

Auf ein Umspannwerk in Brandenburg ist mutmaßlich ein Anschlag verübt worden. Die Anlage soll laut Medienbericht von mit Sprengstoff bestückten Raketen getroffen worden sein.

An einem Umspannwerk in der Nähe des Kraftwerks Jänschwalde im Süden Brandenburgs soll es am Dienstag (1. September) zu einem Zwischenfall gekommen sein, wie die „Märkische Allgemeine Zeitung“ (MAZ) berichtet.

Dem Bericht zufolge sollen Einsatzkräfte vor Ort mehrere Vorrichtungen für „mit Sprengstoff bestückte Raketen“ gefunden und diese entschärft haben. Das Umspannwerk soll auch mehr als einmal getroffen worden sein. Die Polizei spricht von „Sprengvorrichtungen“. Es habe laut Netzbetreiber 50Hertz eine „kurzzeitige Leitungsunterbrechung“ gegeben, mittlerweile seien alle Leitungen wieder in Betrieb.

„Unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen“

Das Ziel des Angriffs könnte ein großflächiger Stromausfall des Kohlekraftwerks gewesen sein. Es handelt sich um das größte Kraftwerk Brandenburgs und das viertgrößte Kraftwerk Deutschlands, es versorgt mehrere Millionen Haushalte mit Strom.

Ein Sprecher des Kraftwerksbetreibers Leag teilte mit, dass es keinerlei Verletzte gegeben habe. Man arbeite eng mit den zuständigen Sicherheitsbehörden zusammen. Der Betreiber habe den Zwischenfall laut MAZ bestätigt und spreche ebenfalls von einem Anschlag.

Die Polizei hat eine Detonation bestätigt und erklärte, es sei mögliche Sachbeschädigung an einer Leitung festgestellt worden. Entschärfer seien vor Ort, es bestehe keine Gefahr. Das Landeskriminalamt (LKA) hat die Ermittlungen aufgenommen.

Es handele sich laut Brandenburger Polizeipräsidium um den Fund sogenannter „unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen“. Weitere Details sind bislang nicht bekannt. Ein möglicher Anschlag konnte bislang von offizieller Seite noch nicht bestätigt werden. Der Netzbetreiber erklärt dem MAZ-Bericht nach: „Wir bitten die Bevölkerung im gesamten Netzgebiet um besondere Aufmerksamkeit. Melden Sie verdächtige Personen und Vorkommnisse der Polizei.“ (mg)

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