Auf ein Umspannwerk in Brandenburg ist mutmaßlich ein Anschlag verübt worden. Die Anlage soll laut Medienbericht von mit Sprengstoff bestückten Raketen getroffen worden sein.
Versuchter Anschlag in BrandenburgBericht: Größtes Kraftwerk mit Raketen beschossen

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Blick auf das Kohlekraftwerk Jänschwalde in Brandenburg.
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An einem Umspannwerk in der Nähe des Kraftwerks Jänschwalde im Süden Brandenburgs soll es am Dienstag (1. September) zu einem Zwischenfall gekommen sein, wie die „Märkische Allgemeine Zeitung“ (MAZ) berichtet.
Dem Bericht zufolge sollen Einsatzkräfte vor Ort mehrere Vorrichtungen für „mit Sprengstoff bestückte Raketen“ gefunden und diese entschärft haben. Das Umspannwerk soll auch mehr als einmal getroffen worden sein. Die Polizei spricht von „Sprengvorrichtungen“.
Es habe laut Netzbetreiber 50Hertz eine „kurzzeitige Leitungsunterbrechung“ gegeben, mittlerweile seien alle Leitungen wieder in Betrieb.
Ein Sprecher des Unternehmens erklärte laut „Focus“, es habe sich bei den Sprengvorrichtungen um selbstgebaute Flugkörper gehandelt, die handelsüblichen Silvesterraketen ähnelten. „Vor Ort wurden weitere, noch nicht gestartete Flugkörper gefunden.“
„Unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen“
Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (CDU) stellte klar, dass es sich nicht um Feuerwerkskörper handelte. „Das waren ganz sicher keine Silvesterraketen, sondern Raketen, die zu diesem Zwecke hergestellt wurden“, sagte er gegenüber der MAZ. Rund um das Umspannwerk seien Vorrichtungen mit Treibsätzen in zweistelliger Anzahl gefunden worden. „Wir nehmen den Vorfall sehr ernst.“
Das Ziel des Angriffs könnte ein großflächiger Stromausfall des Kohlekraftwerks gewesen sein. Es handelt sich um das größte Kraftwerk Brandenburgs und das viertgrößte Kraftwerk Deutschlands, es versorgt mehrere Millionen Haushalte mit Strom.
Ein Sprecher des Kraftwerksbetreibers Leag teilte mit, dass es keinerlei Verletzte gegeben habe. Man arbeite eng mit den zuständigen Sicherheitsbehörden zusammen. Der Betreiber habe den Zwischenfall laut MAZ bestätigt und spreche ebenfalls von einem Anschlag.
Die Polizei hat eine Detonation bestätigt und erklärte, es sei mögliche Sachbeschädigung an einer Leitung festgestellt worden. Entschärfer waren vor Ort, es bestand keine Gefahr. Das Landeskriminalamt (LKA) hat die Ermittlungen aufgenommen.
Das Brandenburger Polizeipräsidium sprach von sogenannten „unkonventionellen Spreng- und Brandvorrichtungen“. Weitere Details sind bislang nicht bekannt. Ein möglicher Anschlag konnte bislang von offizieller Seite noch nicht bestätigt werden. Der Netzbetreiber erklärt dem MAZ-Bericht nach: „Wir bitten die Bevölkerung im gesamten Netzgebiet um besondere Aufmerksamkeit. Melden Sie verdächtige Personen und Vorkommnisse der Polizei.“ (mg)
