Eine Lärm-Beschwerde endete in einer Massenschlägerei. Jetzt ermittelt die Polizei. Im Mittelpunkt: eine bekannte Großfamilie aus Leverkusen.
Massenschlägerei in Shisha-BarPolizistin schwer verletzt – Ermittlungen gegen 22 Familienmitglieder

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Die Shisha-Bar „View“ in der Uhlandstraße ist nach den Ausschreitungen bei einer Feier der stadtbekannten Leverkusener Großfamilie vom Ordnungsamt geschlossen worden.
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Was für eine Nacht des Schreckens in Leverkusen. Nach einer Massenschlägerei in der Shisha-Bar „Views“ in Opladen ermittelt die Polizei mit Hochdruck. In der Nacht zu Ostermontag (6. April) geriet die Lage komplett außer Kontrolle.
Jetzt im Fokus: 22 Mitglieder einer in der Stadt bekannten Großfamilie. Eine eigens gebildete Ermittlungsgruppe soll den Vorfall aufklären.
Brutaler Angriff: Flasche ins Gesicht geschleudert
Ein Sprecher teilte gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ mit, man werte zur Rekonstruktion des Geschehens unter anderem „Bodycam-Aufnahmen der eingesetzten Polizisten aus“.
Der Auslöser war eigentlich banal: Gegen 23 Uhr gab es einen Anruf wegen Lärmbelästigung. Doch als die Polizei die Feier mit etwa 50 Personen, unter denen sich auch Frauen und Kinder befanden, auflösen wollte, explodierte die Situation. Viele der Gäste attackierten sich gegenseitig und richteten ihre Aggressionen gegen die Beamten. Die Lage spitzte sich so zu, dass am Ende rund 150 Einsatzkräfte vor Ort waren.
Drei Polizisten wurden bei der Auseinandersetzung verletzt. Eine ärztliche Untersuchung offenbarte, dass die Verletzungen schlimmer waren als anfangs angenommen.
Zwei der Beamten sind derzeit nicht arbeitsfähig. Besonders schlimm traf es eine 29 Jahre alte Kommissarin: Ihr schleuderte man laut Polizeibericht eine Flasche ins Gesicht, wobei ihr mehrere Zähne abbrachen.
Aufgrund der schweren Verletzungen an Zähnen und Kiefer erwartet sie nun eine „langwierige Zahnbehandlung“. Ihr Kollege zog sich einen gebrochenen Unterarm zu. Eine dritte Beamtin erlitt Schnittwunden und eine Prellung an der Hand, ist aber weiterhin im Dienst.
Als Konsequenz der Ausschreitungen wurde der Laden in der Uhlandstraße vom Ordnungsamt verschlossen und versiegelt. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
