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Bonner Brücken-Desaster„Erhebliche Auswirkungen“ bis nach Köln – Minister eilt selbst herbei

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Das Bonner Brücken-Desaster ruft die Politik auf den Plan. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) will die gesperrte Nordbrücke jetzt selbst in Augenschein nehmen.

Die kurzfristige Vollsperrung der Bonner Nordbrücke Bonn ist ein Desaster. Die Ausweichstrecken waren am Freitagmorgen – einem Brückentag – verstopft. Lange Wartezeiten und genervte Verkehrsteilnehmer waren die Folge.

Was droht da erst am Montag, wenn der Berufsverkehr richtig Fahrt aufnimmt? Die Kritik am Missmanagement der Verkehrsproblematik, die nun Bonn, Köln und das gesamte Rheinland massiv betrifft, kommt von allen Seiten, auch aus der Politik. Wird das Brücken-Desaster jetzt zur Chefsache?

Bonner Nordbrücke: Bundesverkehrsminister Schnieder vor Ort

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat sich angekündigt. Er will sich noch am Freitag (14 Uhr) ein Bild von der Lage machen.

Schnieder will „so schnell wie möglich“ klären, welche Belastung die Brücke noch aushält und wie das weitere Vorgehen sein kann, um zur „best- und schnellstmöglichen Lösung“ zu kommen, hatte er am Donnerstag erklärt.

Die Autobahn GmbH des Bundes hatte die Friedrich-Ebert-Brücke am Mittwochnachmittag kurzfristig und bis auf Weiteres voll gesperrt. Grund sind laut dem Unternehmen strukturelle Schäden am Tragwerk der Vorlandbrücke am linken Rheinufer, die eine „unverzügliche Sicherung“ erforderlich machten.

Laut Autobahn GmbH werden nun zunächst technische Möglichkeiten geprüft, mit denen die marode Brücke wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. „Am Ende geht es darum, ob die Brücke gehalten werden kann oder das Bauwerk gesperrt bleiben muss“, sagte Dirk Brandenburger, technischer Geschäftsführer der Autobahn GmbH, der Deutschen Presse-Agentur. Eine abschließende Bewertung könne es erst nach Abschluss der Untersuchungen und statischen Berechnungen geben. Mehrere Gutachter seien einbezogen.

Die Sperrung werde erhebliche Auswirkungen auf den Verkehr in der Region haben, erklärte die Autobahn GmbH. „Die Sicherheit der Menschen, die täglich über diese Brücke fahren, ist nicht verhandelbar.“ In Abstimmung mit den Behörden seien Ausweichrouten vorbereitet worden.

Euch trifft die Vollsperrung der Bonner Friedrich-Ebert-Brücke? Meldet euch bei uns!

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Bereits seit Februar gilt auf der betroffenen A565-Brücke ein Fahrverbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen. Bis dahin fuhren dort täglich rund 100.000 Fahrzeuge über den Rhein, davon gut fünf Prozent Schwerlastverkehr. Zum Vergleich: Bei der Rahmede-Talbrücke bei Lüdenscheid waren es bis zu deren Sperrung rund 64.000 Fahrzeuge täglich.

Die 1967 errichtete Brücke ist Teil der Autobahn 565 und für den Autoverkehr die wichtigste Ost-West-Verbindung für die Region Bonn/Rhein-Sieg. (AFP/dpa)

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