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Lebensgefährliche Aktion auf A4Mann klammert sich an fahrenden Lkw – Polizei Köln mit Aufruf

Lastwagen stehen auf einem Rastplatz dicht bei dicht.

Copyright: picture alliance/dpa

Auf dem Rastplatz Rur-Scholle bei Düren (Symbolfoto) soll am Dienstagabend (2. Juni 2026) ein Streit zwischen zwei Lkw-Fahrern eskaliert sein. 

Aktualisiert:

Auf einem Rastplatz der A4 hat es offenbar zwischen zwei Lkw-Fahrern geknallt. Dabei soll es auch zu einem gefährlichen „Stunt“ gekommen sein.

Das Truckerleben ist hart, die Zündschnur bei einigen dafür offenbar umso zarter: Auf dem A4-Parkplatz Rur-Scholle bei Düren in Fahrtrichtung Aachen ist jetzt ein Streit zwischen zwei Lkw-Fahrern übel eskaliert.

Der Vorfall verlagerte sich sogar auf die Autobahn, sodass neben der Dürener Polizei auch die für die Autobahn verantwortliche Polizei Köln im Einsatz war.

Rastplatz an der A4: Streit zwischen zwei Lkw-Fahrern eskaliert

Das Ganze passierte am Dienstagabend gegen 18 Uhr. Nach ersten Informationen der Polizei am Mittwochmorgen (3. Juni) soll sich einer der Lkw-Fahrer (47) im Zuge des Streits an der Motorhaube des Kontrahenten festgeklammert haben. Offenbar wollte er den anderen Sattelzug so aufhalten. 

Dessen Fahrer soll allerdings einfach weitergefahren sein, als wolle er den Mann auf der Motorhaube abschütteln. Wie Christoph Gilles, Polizeisprecher aus Köln, gegenüber EXPRESS.de schilderte, sei der Sattelzug dann vom Rastplatz ohne anzuhalten auf die Autobahn Richtung Aachen abgebogen!

„Als der Lkw-Fahrer nach circa ein bis zwei Kilometern fast bis zum Stillstand abbremste, sprang der 47-Jährige von der Motorhaube ab und brachte sich hinter der Leitplanke in Sicherheit“, so Gilles. Zeugen hätten die Polizei alarmiert. 

Auslöser des Zoffs war vermutlich ein kleiner Rempler. Als der 47-Jährige auf dem Rastplatz parkte, um einen Auflieger an seinem litauischen Lastzug zu tauschen, soll der andere beim Vorfahren seinen Außenspiegel beschädigt haben. Weil der sich nicht um den Schaden gekümmert haben und einfach weitergefahren sein soll, eskalierte die Sache offenbar. 

Ermittlungen zu Vorfall auf Rastplatz bei Düren

„Wir ermitteln wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr, Nötigung sowie versuchter gefährlicher Körperverletzung“, erklärte Polizeisprecher Gilles. Der bislang unbekannte Lkw-Fahrer (circa 40 Jahre alt, dunkelblonder Kurzhaarschnitt, vermutlich Osteuropäer und mit einer Mercedes-Actros-Zugmaschine mit tschechischer Zulassung unterwegs) ist seitdem flüchtig. 

Die Kölner Polizei bittet um Mithilfe. Zeuginnen und Zeugen, die den flüchtigen Lkw-Fahrer genauer beschreiben können, werden gebeten, sich telefonisch unter 0221 229-0 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de zu melden. (iri)

Ein Polizeiauto mit Blaulicht im Einsatz (Symbolfoto)
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