Nach einem Angriff auf Polizisten bei einer Familienfeier in Leverkusen hat die Polizei mehrere Objekte durchsucht. Drei mutmaßliche Rädelsführer stehen im Fokus der Ermittlungen.
Nach Angriff auf PolizeiRazzia in Leverkusen – Großfamilie im Fokus

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Polizisten sind bei einem Einsatz in Leverkusen. Zwei Monate nach der eskalierten Feier einer Großfamilie in Leverkusen geht die Polizei mit Razzien gegen die mutmaßlichen Rädelsführer vor. Seit dem frühen Morgen werden nach dpa-Informationen mehrere Objekte durchsucht.
Aktualisiert:
Razzia in Leverkusen: Seit den frühen Morgenstunden wurden mehrere Objekte durchsucht.
Die Durchsuchungen stehen im Zusammenhang mit einer Feier einer Großfamilie in Leverkusen. Diese war vor zwei Monaten eskaliert. Nun ging die Polizei gegen die mutmaßlichen Rädelsführer vor.
Polizei sichert Mobiltelefone und Waffen
Wie die Staatsanwaltschaft und die Polizei Köln inzwischen mitteilten, wurden drei Privatwohnungen in den Stadtteilen Opladen und Küppersteg durchsucht.
Dabei stellten die Einsatzkräfte mehrere Mobiltelefone zur Beweisauswertung sicher. Darüber hinaus fanden sie mehrere verbotene Waffen, darunter unter anderem ein Butterfly-Messer sowie ein sogenanntes Wurfmesser. Die Ermittlungen dauern an.
Die Ermittlungen richten sich gegen drei Männer im Alter von 25, 26 und 35 Jahren. Diese konnten nach dpa-Informationen unter anderem durch Zeugenaussagen und Bodycam-Aufnahmen als mutmaßliche Rädelsführer identifiziert werden.
Hintergrund der Durchsuchungsmaßnahmen ist ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs sowie des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte. Am Abend des 5. April hatten in den Räumen einer ehemaligen Shisha-Bar in Leverkusen rund 50 Gäste gefeiert, die überwiegend einer Großfamilie angehören sollen.
Die Polizei rückte wegen Lärmbeschwerden an und wurde von zahlreichen Gästen attackiert. Eine 29 Jahre alte Polizistin verlor nach früheren Angaben durch einen Flaschenwurf mehrere Zähne, ein Kollege erlitt einen Armbruch. Eine weitere Polizistin wurde leichter verletzt. Eine eigens eingerichtete Ermittlungsgruppe nahm zunächst 22 Beschuldigte ins Visier. (dpa)
