Nach der Brückensperrung herrscht Stau-Chaos in Bonn. Ist Gratis-ÖPNV die Lösung?
Nach Brücken-SchockBonner OB will den Nahverkehr jetzt kostenlos machen

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Nach der Sperrung der Bonner Nordbrücke staut sich der Verkehr in Bonn.
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Verkehrs-GAU in Bonn nach derBrücken-Sperrung! Jetzt plant die Stadtverwaltung eine krasse Gegenmaßnahme. Doch für Tausende Pendler mit Abo könnte es eine herbe Enttäuschung geben.
Eine Schocknachricht für die komplette Region: Die Bonner Nordbrücke, die zur vielbefahrenen A565 gehört, ist seit Mittwoch gesperrt. Wegen frisch entdeckter Schäden ist die wichtigste Verbindung von Ost nach West über den Rhein bis auf Weiteres dicht. Wann sie wieder für den Verkehr geöffnet wird, ist momentan völlig offen.
Gratis-Fahrten sollen Bonner zum Umsteigen bringen - aber es gibt einen Haken
Um den drohenden Verkehrsinfarkt in der City einzudämmen, erwägt Bonn jetzt einen außergewöhnlichen Schritt. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) soll nach dem Willen von Oberbürgermeister Guido Deús (CDU) für eine gewisse Zeit gratis werden. Diese Idee stehe für ihn derzeit im „absoluten Mittelpunkt“.
„Wir möchten ein Anreizsystem setzen, damit so viele Menschen wie irgendwie möglich den ÖPNV nutzen“, erklärte Deús. Der Vorschlag: Vorerst bis Ende Juni könnten Busse und Bahnen in Bonn für jeden umsonst sein. Am Donnerstag (11. Juni) wird der Stadtrat über diesen Plan beraten und eine Entscheidung fällen.
Dieser Vorschlag hat jedoch einen faden Beigeschmack, insbesondere für treue Fahrgäste mit einem laufenden Abonnement. Diese sollen nämlich keine Erstattung erhalten. Auf die Nachfrage, ob Inhaber eines Abos ihr Geld zurückerhalten, gab der OB eine unmissverständliche, aber für viele frustrierende Auskunft.
„Wir können uns schon vieles von dem, was ich Ihnen hier sage, in unserer Finanzsituation eigentlich nicht leisten und machen es trotzdem“, so Deús. Er könne jedoch nicht in Aussicht stellen, dass Geld zurückgezahlt wird. Eine bittere Pille für jeden, der bereits ein Ticket in der Tasche hat.
Bonn unternimmt nun mit umgehenden Aktionen den Versuch, die Belastungen für den Verkehr in der Innenstadt durch die Brückensperrung zu verringern. Die finale Abstimmung über den kostenlosen Nahverkehr findet am Donnerstag im Stadtrat statt. (dpa/red)
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