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Ex-Kölner stolz Fußball-Profi will mit Restaurant in Köln eine Branche revolutionieren

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Oliver Neuzerling (M.), Tim Boss (l.) und Raphael Kommor (r.) haben in Köln den neuen Yuicery-Laden eröffnet.

Köln – Normalerweise macht er das Tor dicht, jetzt öffnet er die Tore – und zwar zu „seinem” Restaurant: In Köln hat Ende September das Lokal „Yuicery” eröffnet. Einer der Initiatoren: Profi-Fußballer Tim Boss. Der 27-jährige Torwart, von 2015 bis 2018 in Diensten des damaligen Drittligisten Fortuna Köln, spielt mittlerweile in der 3. Liga beim SV Wehen-Wiesbaden und steigt gleichzeitig ins Gastro-Business ein.

Yuicery Köln: Profi-Fußballer Tim Boss steigt mit ein

„Yuicery”, ein Lokal für vegane Bowls, ist das dritte seiner Art in Deutschland, deswegen ist Boss nicht alleine: Mit Geschäftsführer Oliver Neuzerling und Store-Manager Raphael Kommor hat er den Standort aufgebaut; für den Torwart ist ein Traum in Erfüllung gegangen.

Alles zum Thema Ernährung

„Jeder weiß, dass ich mich in Köln zu Hause fühle. Deswegen war es immer das Ziel, mir in Köln etwas für nach der Karriere aufzubauen. Das hier hat sich nicht abgezeichnet, aber ich freue mich, dass ich in meiner Heimat etwas gefunden habe, worauf ich richtig stolz bin”, sagt er zum EXPRESS.

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Das „Yuicery” an der Ehrenstraße setzt auf eine entspannte Lounge-Atmosphäre.

Dass der Laden für gesunde Ernährung steht, ist Boss extrem wichtig: „Ich wollte keinen McDonald's eröffnen. Ich will mich damit identifizieren können.”

Yuicery Köln: Drei Geschäftspartner haben Lokal auf die Beine gestellt

Den ersten Kontakt zu Gründer und Geschäftsführer Neuzerling gab es bereits 2015, als Boss über die Sommerpause mit Saftkuren experimentierte. Heute sind die Geschäftspartner, holten Kommor als „Chef vor Ort” dazu.

Das Ziel des Trios: Fast Food revolutionieren. Schnelles Essen, aber gesund, kein Junk Food. Das alles in gemütlicher Lounge-Atmosphäre auf der Ehrenstraße, direkt an der Ecke zum Hohenzollernring.

Yuicery: Standort auf Kölner Ehrenstraße gefunden

Drei Monate lang wurde der Laden, in dem vorher der italienische Klamottenladen „Magazzino” war, fieberhaft umgebaut. Am 19. September war Eröffnung, viele Gäste waren da. Die Kunden kommen, auch wenn sich „Yuicery” mit veganer Ernährung noch immer in einer extremen Nische befindet, wie Neuzerling erklärt.

Yuicery_Eroeffnung

Bei der Eröffnung des Ladens am 19. September war direkt viel los.

Kein Wunder: Quinoa, Chia-Samen, Avocado, pflanzenbasierter Fleischersatz – noch nicht überall ist das als vollwertige Ernährungs- und Lebensweise akzeptiert.

Aber: Langfristig soll es mit dem eigenen Projekt hoch hinaus gehen! „Mit den Standorten in Köln und Stuttgart soll längst nicht Schluss sein. Die Gesellschaft wandelt sich und wir treffen in der heutigen Zeit einen Nerv”, sagt Neuzerling.

Veganes Essen im Yuicery: „Wir wollen Alternativen aufzeigen”

Die drei Geschäftspartner essen selbst kein Fleisch, leben sogar weitgehend vegan. Neuzerling: „Wir wollen aber nicht mit dem Finger auf Fleischesser zeigen. Wir wollen Alternativen aufzeigen. Leute wollen nicht zu gesundem Essen erzogen werden, aber wir können ihnen dazu verhelfen.”

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Für Sie in der Stadt unterwegs: Reporter Thomas Werner mit dem Ford-Sokowagen des EXPRESS.

Ein wichtiger Ansatzpunkt in der Entwicklung: der Profi-Fußball. Mit Tim Boss als Türöffner, wenn man so will. „Die Bundesliga nehmen wir mal aus, weil die haben auf Reisen ihre eigenen Köche dabei. Aber von der 2. Liga bis zur Regionalliga kenne ich im Grunde in jeder Mannschaft mindestens einen Spieler. Und die Resonanz ist durchgehend positiv.”

Yuicery auf Kölner Ehrenstraße: Individualität ein wichtiger Faktor

Zum Beispiel werden die Gast-Mannschaften von Ex-Team Fortuna Köln kontaktiert und auf Wunsch mit Bowls im Mannschaftsbus versorgt, die nach dem Spiel gegessen werden. Dieser Service soll langfristig ausgebaut werden, auch über Köln hinaus.

Eine der vier „Signature Bowls” des Hauses gibt es ab 8,90 Euro. Aber auch auf Individualität wird großer Wert gelegt; Kunden können sich ihre Bowls auch individuell zusammenstellen. „Theoretisch kann ein Gast jeden Monat hier hin kommen und jeden Tag etwas anderes essen, was er persönlich gut findet”, sagt Neuzerling.

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