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WM-Haus „Trierer Eck“Kölns XXL-Fahne hat ausgedient – aber Hammer um die Ecke

Das Haus Trierer Straße 21 in Köln

Copyright: Ayhan Demirci

Das Kölner WM-Haus an der Trierer Straße macht auch bei diesem Turnier wieder Laune. Rechts am Haus sind die Balkone zu sehen, die eine besondere Rolle spielen.

Rainer wie keiner! Keiner macht's so groß wie er. Rainer Els (59), fußballverrückt und Eigentümer des Hauses Trierer Straße 21, sorgt auch bei dieser Weltmeisterschaft für Stimmung in der Bude und hat dafür die „Hütte“ wieder imposant beflaggt. 

Diesmal ist aber einiges anders. EXPRESS.de hat die Kölner Kult-Ecke und WM-Kneipe im Pantaleonsviertel am Tag vor dem deutschen Turnierauftakt besucht.

Es ist gegen Mittag, etwa zehn Leute sitzen an der Theke. „Ist denn genug Senf da?“, fragt die Ehefrau von Rainer Els in Richtung der Thekenbedienung. Es geht um die letzten Vorbereitungen für den Sonntagabend. Zwei Stunden vor Anpfiff der Partie gegen Curacao wird nämlich gegrillt in der Gaststätte „Trierer Eck“.

Die XXL-Fahne stammt aus 2014

Was den WM-Schmuck angeht, ist jedenfalls alles angerichtet. An der Eckfassade des aus dem Jahr 1964 stammenden Hauses hat Rainer Els wieder die XXL-Deutschland-Fahne angebracht, aus der ansonsten nur die Wohnungsfenster gucken. Die Fahne stammt aus dem WM-Jahr 2014. Nach dem Triumph der deutschen Elf hatte Els beschlossen, den vierten Titel für Deutschland so zu feiern.

Seitdem wurde die überdimensionale Deko bei jedem Europa- oder Weltturnier aufs Neue wieder hervorgeholt. Ein weiteres Mal wird es aber nicht geben: „Die Fahne ist mittlerweile porös und auch verblichen. Es ist ihr letzter Einsatz“, kündigt Rainer Els an.

Dann kommt das Gespräch auf zwei weitere WM-Hingucker - einer IM und einer AM Haus. Am Haus, genauer: An den Balkonbrüstungen hat Rainer Els nämlich alle Weltmeisternationen seit 1930 verewigt – zwei Plätze sind noch frei.

Für den Titelträger 2026, der im Finale am 19. Juli in New York ermittelt wird, und den Weltmeister 2030 (die Jubiläums-WM soll erstmals auf drei Kontinenten stattfinden, als Gastgeberländer sind Spanien, Portugal und Marokko sowie Uruguay – Austragungsland der ersten WM 1930 – vorgesehen).

Die WM-Balkone am Haus Trierer Straße 21.

Copyright: Ayhan Demirci

Einmalig: Die Balkon-Galerie der Fußball-Weltmeister, angefangen mit Uruguay 1930. Rechts unten ist der Platz für die Weltmeisternation 2026.

Dann erzählt Els mit Freude, dass er für die Dekorierung des Innenraums der Gaststätte 48 neue Fahnen beschafft hat – die haben kleinere Maße als die alte Kollektion und passen deshalb komplett unter die Decke.

Der Mittelstreifen ist dabei den acht Weltmeisternationen gewidmet, auf ihren Fahnen ist mit Sternen jeweils die Anzahl der Titel gekennzeichnet. Auch das ist ein toller, farbenfroher Anblick.

„Südstadtfest oder Müllfest“, fragt EXPRESS-Leserreporter Rasmus beim Blick auf den Chlodwigplatz am Sonntagmorgen.
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