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Nach WDR-Zoff Kölner Top-Anwalt zieht für abgesetzte Moderatorin vor Gericht

Simone Standl posiert für die Kamera.

Simone Standl, hier eine Aufnahme aus dem Jahr 2018, zieht gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber WDR vor Gericht.

Nach dem Rauswurf der Moderatorin Simone Standl aus dem WDR folgt nun ein Rechtsstreit. Dafür hat die Journalistin einen Top-Anwalt engagiert.

Köln. In dem Fall um den Rauswurf der Kölner „Lokalzeit“-Moderation Simone Standl (59) aus dem WDR gibt es nun eine Wende. Die Journalistin, die den Umgang des Öffentlich-Rechtlichen Senders mit ihr scharf kritisiert hatte, zieht jetzt vor Gericht. Dabei soll das Arbeitsgericht Köln einen heiklen Aspekt ins Auge fassen.

Der Kölner Top-Anwalt Rolf Bietmann soll die ehemalige WDR-Mitarbeiterin, die nach 16 Jahren entlassen wurde, vor dem Kölner Arbeitsgericht vertreten. Der Kölner Anwalt erklärte in einer Mitteilung am Mittwoch (10. November), worum es in der Verhandlung gehen soll.

„Inzwischen wurde Klage zum Arbeitsgericht Köln erhoben. Dort werden wir beantragen, festzustellen, dass zwischen der Klägerin und dem Beklagten WDR seit dem 1. März 1998 ein unbefristetes Arbeitsverhältnis als Moderatorin und Nachrichtensprecherin besteht. Außerdem werden wir die Zahlung ausstehender Gehälter beantragen“, heißt es in der Mitteilung.

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Weiter erklärt der Anwalt: „Sicherlich wird auch zur Sprache kommen, ob der wahre Grund für die Absetzung einer beliebten Fernseh-Moderatorin deren Alter ist. Frau Standl wird Ende des Jahres 60. Das wäre dann ein krasser Fall von Altersdiskriminierung“, so der Anwalt.

Die erste mündliche Verhandlung ist vor dem Arbeitsgericht Köln für den 16. November 2021 terminiert. Laut des Anwalts soll die Moderatorin an dem Termin teilnehmen.

Nachdem sSimone Standl den WDR öffentlich kritisiert hatte, wies der Sender die Vorwürfe zurück und teilte mit, dass die Moderatorin „eine sehr faire Abfindung nach den Regeln des WDR-Tarifvertrages“ bekomme. (aa)

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