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Schon bemerkt? Kölner Radiosender WDR 2 mit großer Neuerung – die gefällt nicht allen

Der WDR (Westdeutscher Rundfunk) mit dem Kölner Dom im Hintergrund.

Beim Radiosender WDR 2 werden die Zuhörerinnen und Zuhörer immer häufiger geduzt. Das Symbolfoto wurde im jahr 2018 aufgenommen.

Duzen statt Siezen? Beim beliebten Kölner Radiosender WDR2 werden die Zuhörerinnen und Zuhörer nun immer häufiger nicht mehr in der förmlichen Variante angesprochen.

Der Kölner Radiosender WDR 2 gehört mit über einer Million Hörerinnen und Hörern pro Stunde zu den erfolgreichsten Deutschlands. Seit neuestem ist den Konsumentinnen und Konsumenten jedoch eine große Änderung aufgefallen, die bei weitem nicht allen gefällt.

Denn, wie beim für das jüngere Publikum ausgelegten WDR-Radiosender „1Live“ schon längst üblich, werden die Zuhörerinnen und Zuhörer auch bei WDR2 nun immer häufiger geduzt.

Duzen statt Siezen: Beliebter Kölner Radiosender mit großer Neuerung

So heißt es nun beispielsweise bei den Staumeldungen: „Auf der A57 Köln Richtung Krefeld vor dem Kaarster Kreuz steht ihr 20 Minuten im Stau wegen ‘nem kaputten Lkw.“ Lapidar-kumpelhaft statt dem förmlichen „Sie“? Laut WDR entspreche das lockere „Du“ mittlerweile mehr dem „starken Communitygefühl“.

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So sei der Radiosender WDR2 für viele Hörerinnen und Hörer eine Art Familienmitglied, die Moderatoren-Teams so etwas wie langjährige Bekannte. Umso besser würde sich also das Du statt dem Sie anbieten. Das Feedback sei ziemlich positiv, heißt es vom WDR.

Duzen bei WDR2: RTL-Moderator übt Kritik

Die Neuerung kommt aber bei weitem nicht bei allen gut an. So beispielsweise bei RTL-Sportmoderator Andreas von Thien (55), der zu der WDR-Duz-Offensive in einem Interview mit dem „Tagesspiegel“ folgendes sagt: „Es ist nur eine Kleinigkeit, aber im Moment ärgere ich mich morgens, wenn ich ins Bad gehe und das Radio anschalte. Seit Jahren läuft bei mir zum Wachwerden WDR 2. Und plötzlich werden die Hörerinnen und Hörer geduzt. Das ‚Sie‘ ist fott, wie der Kölner sagt.“

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Vielleicht habe seine Antipathie gegen das „Dauer-Duzen“ auch etwas mit seinem Alter zu tun, räumt der Moderator ein. Er bleibe WDR 2 jedoch weiterhin treu, wie er zum Schluss sagt.

Eine Userin auf Trustpilot schreibt zum neuen Umgangston beim Kölner Sender: „Quälend geduzt wird auch und bei Verkehrsmeldungen möglichst im Umgangston berichtet.“ Das Niveau würde dadurch sinken, merkt sie an. Allerdings gibt es auch positive Stimmen, ein User schreibt: „War auch erst vom Duzen irritiert, aber schließlich sind ‚Wir der Westen‘, da passt das.“ (nb)

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