Nach Bitte von Vitali Klitschko Massive Hilfe: Jetzt ist klar, was Köln nach Kyjiw schickt

Vitali Klitschko vor Journalisten bei einem Interview in Kyjiw in der Ukraine.

Vitali Klitschko, hier bei einem Interview in Kyjiw am 23. März, soll zeitnah die Lieferung mit Hilfsgütern aus Köln erhalten.

Auf Bitten des Kyjiwer Bürgermeisters Vitali Klitschko schickt die Stadt Köln am Donnerstag große Mengen Hilfsgüter in die ukrainische Hauptstadt.

Der Hilferuf aus Kyjiw nach Köln: Etwa eineinhalb Wochen ist es her, dass der Brief von Vitali Klitschko, Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt, an Kölns OB Henriette Reker bekannt wurde.

Das Büro des Ex-Boxers hatte zwei Listen nach Köln geschickt, auf denen Medikamente und Bedarfsgüter für die Menschen in Kyjiw aufgeführt waren, darunter Windeln, Konserven, Unterwäsche und Funkgeräte. Die Antwort aus Köln kam schnell: Hilfe ist auf dem Weg!

Hilfe für die Ukraine: Stadt Köln schickt 120 Paletten mit Gütern nach Kyjiw

Am Donnerstag (31. März) ist es nun so weit: Wie die Stadt Köln mitteilte, sollen vier Lastwagen nun mehr als 120 Paletten mit Lebensmitteln, Medikamenten und Hygieneartikeln zu einer Sammelstelle der Deutschen Bahn bringen. „Von dort werden sie mit einem Cargozug an die polnisch-ukrainische Grenze gefahren“, heißt es von der Stadt.

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Seit dem 24. Februar, als in Köln Weiberfastnacht gefeiert wurde, laufen die russischen Angriffe auf die Ukraine, kurz nach dem Ausbruch des Kriegs geriet auch die Hauptstadt Kyjiw unter Beschuss.

Vitali Klitschko und Henriette Reker kennen und schätzen sich seit Jahren

Die humanitäre Lage vor Ort wird immer schlimmer, ebenso die medizinische Versorgung. Medikamente und Dinge des täglichen Lebens sind knapp, die Menschen leiden. Da will auch Köln nicht wegschauen.

Der Brief Klitschkos an Reker war eine Reaktion auf das Angebot der Kölner OB, der ukrainischen Hauptstadt aus der Ferne zu helfen. Nach dessen Eingang warb Reker hinter den Kulissen bei Kölner Unternehmen um Hilfe, alleine die RheinEnergie sammelte in der Belegschaft 20 Paletten voller Hilfsgüter.

Vitali Klitschko arbeitet auch mit Landesinitiative zusammen

Vitali Klitschko und Henriette Reker kennen und schätzen sich bereits seit einigen Jahren: Klitschko war 2015 für sein politisches Engagement mit dem Konrad-Adenauer-Preis der Stadt Köln ausgezeichnet worden, Reker war damals Sozialdezernentin.

Klitschko arbeitet nach Angaben des nordrhein-westfälischen Innenministeriums auch eng mit der Landesinitiative „NRW hilft der Ukraine“ zusammen. Mit Hilfe von Klitschkos Netzwerk sei ein Konzept für den konkreten Ablauf von Hilfstransporten entwickelt worden, heißt es in einem Bericht für den Innenausschuss des Landtags. (tw, mit dpa)

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